Reale Mordfälle an Weihnachten: Mit DIESEN Weihnachts-Killern war nicht zu spaßen

Weihnachten - ein Fest der Liebe? Nicht selten explodiert dort, wo Menschen auf andere Menschen treffen, die Gewalt. So auch unter dem Weihnachtsbaum. Diese schockierenden Mordfälle der letzten Jahre sollten uns noch einmal zu denken geben.

Blutige Weihnacht! In den letzten Jahren schockierten uns immer wieder auch brutale Mordfälle am "Fest der Liebe". Bild: chalabala - Fotolia.com

Der Mensch ist ein Tier. Einige Wissenschaftler und Philosophen glauben sogar, wir sind die gefährlichste Gattung, die diesen Planeten je bewohnt hat: Nur der Mensch quält, foltert oder tötet aus sogenannten niederen Motiven wie Habgier oder auch der Triebbefriedigung. In der Weihnachtszeit machen sich viele von uns auf den Weg in ihre Heimatstädte und kehren für eine gewisse Zeit zurück in den heimeligen Schoß der Familie. Doch überall dort, wo Menschen auf engstem Raum zusammenkommen, droht auch Unheil. Denn das eigentlich angestrebte Fest der (Nächsten-)Liebe gerät immer wieder auch zu einem Fest der Streitereien und der Vorwürfe. Und nicht selten verlaufen die Auseinandersetzungen dabei tödlich. Wie die folgenden, besonders schockierenden Gewalttaten zeigen, die sich in den letzten Jahren zur Weihnachtszeit ereigneten.

Mord an Weihnachten 2016: Rentner tötet seine Freundin

In Bayern erschütterte ein Mord das Weihnachtsfest. Am zweiten Weihnachtsfeiertag tötete ein 81-jähriger Rentner im beschaulichen Raubling seine Freundin (75). Eine Nachbarin hörte am Morgen des 26. Dezembers 2016 aus der Nachbarwohnung Hilferufe. Die kamen allerdings nicht vom Opfer, sondern dem Rentner, der verzweifelt und mit blutverschmiertem Gesicht im Flur des Mietshauses stand. Seinen Aussagen zufolge habe er Schmerzen gehabt und seine Freundin gebeten, den Rettungsdienst zu rufen. Das habe sie jedochverweigert mit den Worten: "Mache ich nicht, bring mich doch um", wie "Bild" berichtete.

Rätselhafte Hinrichtung: Der Stillinge-Mord in Dessau zu Weihnachten 2015

Vor zwei Jahren wurde der 29-jährige René A. aus dem Oranienbaumer Stadtteil Goltewitz in Dessau ermordet. Seine Leiche wurde am zweiten Weihnachtsfeiertag zwischen den Schienen der Dessau-Wörlitzer Eisenbahn und dem Freibad Stillinge von einem Spaziergänger entdeckt. Sein Auto war bereits vier Tage zuvor, am 22. Dezember, mehrere Kilometer vom Tatort entfernt, im Hinteren Tiergarten in Dessau gefunden worden - ausgebrannt und auf dem Dach liegend. Die Behörden gehen davon aus, dass A. zwei Tage vor Heiligabend getötet wurde. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft vom Sommer 2016 lässt die Tat "Hinrichtungscharakter" erkennen. Dass A. erschossen worden sein soll, wollten die Behörden bislang allerdings nicht bestätigen. Angeblich soll das Opfer eine größere Summe Bargeld besessen haben, von dem Geld fehlt jedoch jede Spur, ebenso wie von dem oder den Tätern.

Angeklagter mit "A.C.A.B."-Tattoo: Polizistenmord in Herborn an Heiligabend 2015

Ebenfalls vor zwei Jahren ereignete sich am frühen Morgen des 24. Dezember 2015 eine besonders widerwärtige Bluttat im mittelhessischen Herborn: Der heute 28-jährige Patrick S. soll damals in einem stehenden Regionalzug im örtlichen Bahnhof mit einem Messer sieben Mal auf den 46-jährigen Polizeibeamten Christoph R. eingestochen haben. Diesem gelang es noch, S. mit zwei Schüssen aus seiner Dienstwaffe zu stoppen, woraufhin der Messerstecher zusammenbrach. Der Polizist, ein Vater von vier Kindern, verstarb nur wenige Stunden vor Heiligabend an seinen Stichverletzungen. Auch sein Kollege wurde von S. schwer verletzt. Die beiden Polizisten waren von einem Zugbegleiter herbeigerufen worden, weil der junge Mann sich geweigert hatte, seinen Fahrschein vorzuzeigen. Auf den Fingern des mutmaßlichen Messerstechers sind die Initialien "ACAB" (engl. "All cops are bastards", zu deutsch: "Alle Bullen sind Bastarde") tätowiert. Am 12. Dezember 2016 wurde er zu lebenslanger Haft verurteilt.

Heiligabend 2014: Brutaler Raubmord durch Asylbewerber in Dortmund

Im Juli 2016 wurde ein junger Asylbewerber am Dortmunder Landgericht zu lebenslanger Haft verurteilt: Der Nordafrikaner Zakzok B. hatte in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember 2014 den 43-jährigen Dirk W. in dessen Wohnung im Ortsteil Hörde erwürgt, nachdem dieser ihn nach einem Kneipenbesuch mit zu sich nach Hause genommen hatte, um Sex mit ihm zu haben. Angehörige hatten am ersten Weihnachtstag die Leiche des 43-Jährigen gefunden. Der Anklage zufolge soll B. sein Opfer getötet und schließlich Bargeld, Schmuck und zwei Jacken gestohlen haben. Der junge Mann hatte die Vorwürfe während des Prozesses bestritten, doch seine am Tatort gefundenen Fingerabdrücke, welche die Fahnder schließlich zu einem Asylbewerberheim in Höxter führten, überzeugten das Gericht schließlich von seiner Schuld. Unklar ist bis heute das wahre Alter des Zakzok B. und sein Herkunftsland: Er hatte gegenüber den deutschen Behörden immer wieder unterschiedliche Angaben getätigt.

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