Mehr als 30 Jahre nach der Atomkatastrophe: Deutschland zahlt 200 Millionen für neue Tschernobyl-Schutzhülle

Mehr als drei Jahrzehnte ist die verheerende Atomkatastrophe von Tschernobyl her. Jetzt bekommt der Unglücksreaktor in der Ukraine eine neue Schutzhülle. Experten erhoffen sich davon einen besseren Schutz gegen austretende Strahlung. Auch Deutschland hat sich mit 200 Millionen Euro an der Finanzierung des Strahlenschutzes beteiligt.

Der Unglücksreaktor von Tschernobyl bekommt mehr als 30 Jahre nach dem verheerenden Atomunfall eine neue Schutzhülle. Bild: Ebrd Photostream / Handout/ picture alliance / dpa

Mehr als 30 Jahre nach der verheerenden Explosion im ukrainischen Atomkraftwerk Tschernobyl wurde am Dienstag eine neue Schutzhülle für den 1986 zerstörten Reaktor übergeben. Der riesige Stahlmantel soll für die nächsten 100 Jahre einen Austritt von Strahlen verhindern und vor Umwelteinflüssen schützen.

30 Jahre nach Tschernobyl-Katastrophe: Neue Schutzhülle eingeweiht

Der ukrainische Umweltminister Ostap Semerak hat die Präsentation der neuen Schutzhülle für den 1986 explodierten Reaktor in Tschernobyl als historischen Moment bezeichnet. "Dank dieser Konstruktion wird der Katastrophenort sicher", sagte er bei einer Zeremonie nahe der Atomruine. Für die Regierung in Kiew und die ganze Bevölkerung der Ukraine habe absolute Priorität, dass die Folgen der fatalen Kernschmelze von vor 30 Jahren überwunden würden.

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"Ich hoffe, dass in naher Zukunft eine große Fläche des einst verlassenen Territoriums zu einem Zentrum für erneuerbare Energien wird", sagte Semerak. In der Energiepolitik wolle die Ukraine ein unabhängiger und ökologisch sicherer Staat werden. Die frühere Sowjetrepublik betreibt derzeit noch vier Atomkraftwerke.

FOTOS: Tschernobyl 30 Jahre Strahlenhölle

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