Drei Männer belästigten junge Frau in Chemnitz: Sächsische Justiz spricht Sexualstraftäter frei

Sie hielten ihr Opfer fest und begrapschten es, doch mit einer Strafe müssen die drei Mosambikaner nun nicht mehr rechnen. Die mutmaßlichen Sexualstraftäter, die sich an einer 19-jährigen Frau vergingen, wurden vom Gericht Chemnitz freigesprochen.

Die Attacke ereignete sich vor dem Karl-Marx-Monument in Chemnitz. Bild: dpa

"Das ist wie ein Schlag ins Gesicht", schimpft der Vater der 19-jährigen Marie vor dem Chemnitzer Amtsgericht. Zuvor hatte die Richterin die drei mutmaßlichen Sexualstraftäter seiner Tochter freigesprochen.

Gericht Chemnitz spricht drei mutmaßliche Sexualstraftäter frei

Marie S. (19) war im Januar nach dem Besuch einer Musikkneipe allein auf dem Weg nach Hause. "Ich saß noch am Karl-Marx-Kopf und habe mir eine Zigarette gedreht. Dann ging alles ganz schnell", erzählt sie im Interview mit "Tag24". Die 19-Jährige wurde von hinten festgehalten: "Ein anderer Mann stand vor mir, fasste mir an die Brust und zwischen die Beine." Die junge Frau setzte sich zur Wehr, konnte sich schließlich befreien und weglaufen.

"Ein Freifahrtschein für alle Sexualstraftäter"

Alle drei Täter konnten wenig später auf der Leipziger Straße gefasst werden. Doch nur ein Angeklagter erschien am Montag (28.11.) vor Gericht. Die beiden Mittäter wurden bereits nach Mosambik abgeschoben oder seien nicht mehr auffindbar gewesen. Der angeklagte Student wurde wegen begründeter Zweifel freigesprochen. Richterin Cornelia Schönfelder sagte zu "Tag24": "Es ist zu einem Übergriff gekommen, aber nicht mehr zweifelsfrei feststellbar, wer wie gehandelt hat."

Maries Vater empört sich nach dem Prozess: "Ein Freifahrtschein für alle Sexualstraftäter!"

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saw/gea/news.de

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