Stammesfehde wegen Haustier: Mindestens 20 Tote nach blutiger Affen-Attacke

Ein dressierter Affe hat in Libyen zu einem tödlichen Zwischenfall geführt. Nachdem das Tier ein kleines Mädchen angegriffen hatte, rächte sich dessen Familie dafür. Dann eskalierte die Gewalt.

Eine Affe löste in Libyen eine blutige Stammesfehde aus (Symbolbild). Bild: Felix Kästle/dpa

In der vom Bürgerkrieg gezeichneten libyschen Stadt Sabha kam es zu einer Eskalation der Gewalt. Eine Affe, der als Haustier gehalten wurde, löste eine blutige Stammesfehde aus, bei der über 20 Menschen starben.

Affe greift Mädchen an

In Sabha soll eine Gruppe von drei Männern einen Affen auf ein junges Mädchen gehetzt haben. Das Opfer erlitt Biss- und Kratzwunden, zudem soll das Tier das Kopftuch des Mädchens herunter gerissen haben. Die Familie des Opfers, Angehörige des "Awlad Suleiman"-Stammes, hätten daraufhin die Beschuldigten aufgesucht und Rache verübt. Dabei starben sowohl die drei Männer als auch der Affe. Das wiederum rief den verfeindeten Stamm auf den Plan.

Mindestens 20 Tote nach Stammesfehde in Libyen

Die Getöteten sollen ihrerseits einem verfeindeten Stamm angehört haben, berichtet die Nachrichtenagentur "Reuters". Der Mord an den drei Stammesmitgliedern rief eine weitaus schlimmere Racheaktion hervor, bei der sogar Panzer, Mörser und andere schwere Waffen eingesetzt wurden, berichtete ein Augenzeuge gegenüber "Reuters". Bei den mehrere Tage andauernden Kämpfen wurden bislang mindestens 20 Menschen getötet und über 50 Personen verletzt. Den Stammesführern sei es noch nicht gelungen, die Situation zu befrieden.

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jat/rut/news.de

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