21.11.2016, 09.10 Uhr

Drama in Hameln: Mann schleift Frau 250 Meter mit Seil um Hals hinter Auto her

Horror-Szenen in Hameln: Ein 38 Jahre alter Mann hat einer 28-Jährigen lebensgefährliche Verletzungen zugefügt, als er der Frau ein Seil um den Hals knotete und sie hinter seinem Auto durch die Stadt schleifte. Nachdem die schwerverletzte Frau gefunden wurde, stellte sich der Täter der Polizei.

Unfassbare Tat: In Hameln knotete ein 28 Jahre alter Mann eine 28-jährige Frau mit einem Seil an sein Auto und schleifte sein Opfer durch die Straßen der niedersächsischen Stadt (Symbolfoto). Bild: Friso Gentsch / picture alliance / dpa

Ein unfassbarer Fall von Misshandlung erschüttert derzeit die niedersächsische Stadt Hameln. Eine Frau (28) wurde am vergangenen Sonntagabend von einem zehn Jahre älteren Mann mit einem Seil am Hals an ein Auto gefesselt und anschließend durch die Straßen geschleift. Erst in der Kaiserstraße in der Stadtmitte, so berichtet es die "Bild", blieb das 28-jährige Opfer schwer verletzt liegen und wurde von Passanten aufgefunden.

Frau mit Auto durch Hameln geschleift - Zusammenhang mit Schießerei?

Das Seil habe sich während der Fahrt vom Auto gelöst. "Unklar ist noch, ob es gerissen ist oder ob sich der Knoten gelockert hat", sagte Petersen. Die 28-Jährige blieb jedenfalls auf dem Gehweg neben der Kaiserstraße liegen. Dort wurde die lebensgefährlich verletzte Frau von Passanten entdeckt, unter anderem von Polizisten, die kurz vor dem Schichtwechsel auf dem Weg zum Dienst waren. Unmittelbar nachdem sich das Seil gelöst hatte, stellte sich der Fahrer bei einer nahen Wache der Polizei. Die Polizei berichtete von Meldungen in sozialen Netzwerken, denen zufolge es zu einer Schießerei gekommen sei. Eine offizielle Bestätigung gebe es dazu nicht, erklärte der Sprecher.

Nach den bisherigen Ermittlungen der Polizei hat der aus dem nahen Bad Münder stammende 38-Jährige der Frau im Hamelner Stadtzentrum ein etwa fingerdickes Seil um den Hals gebunden und den Strick dann an das Auto geknotet. Der Mann sei losgefahren und habe die Frau über Asphalt- und Kopfsteinpflaster-Straßen hinter dem Fahrzeug her geschleift, sagte Petersen. "Insgesamt rund 250 Meter weit." Der Hintergrund des Verbrechens vom Sonntagabend liegt noch im Dunkeln. "Wir gehen aber von einer Beziehungstat aus", sagte Polizeisprecher Jens Petersen.

Frau in Hameln an Auto gefesselt - lebensgefährliche Verletzungen

Nach einer ersten Notoperation im Hamelner Krankenhaus wurde das Opfer mit einem Hubschrauber in eine Spezialklinik nach Hannover geflogen und dort erneut operiert. Die Frau liege im Koma und schwebe noch immer in akuter Lebensgefahr, sagte Petersen.

Die "Deister- und Weserzeitung" berichtete, die 28-Jährige habe neben den Verletzungen infolge des Mitschleifens auch Stichverletzungen erlitten. Die Polizei kommentierte dies wegen der laufenden Ermittlungen nicht. Als "reine Gerüchte" wies Sprecher Petersen dagegen Darstellungen in sozialen Netzwerken zurück, es habe eine Schießerei gegeben.

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