19.11.2016, 09.51 Uhr

Mordfall Carolin G. aus Endingen: Haben die Ermittler DNA-Spuren vom Mörder gefunden?

Im Fall der ermordeten Joggerin bei Freiburg gab es viele Spuren, aber bislang noch keinen Tatverdächtigen. Haben die Ermittler endlich DNA-Spuren vom Mörder gefunden?

Im Mordfall Carolin läuft die DNA-Analyse noch. Bild: Polizei Endingen

Eine Woche nach dem Fund der getöteten Joggerin Carolin G. in Endingen bei Freiburg ist der Frau in einer Trauerfeier gedacht worden. Mehrere Hundert Menschen nahmen am Donnerstag in der katholischen Kirche des Ortes Abschied von der 27-Jährigen, die von einem Unbekannten vergewaltigt und ermordet worden war.

Es sei bewusst ein stilles Gedenken organisiert worden, sagte ein Sprecher der Gemeinde. Diese hatte zuvor Ton-, Foto- sowie Filmaufnahmen in und um die Kirche verboten. Die Beisetzung war im engsten Familienkreis geplant. Bereits in den vergangenen Tagen hatte es Trauerfeiern in dem Ort gegeben.

Mordfall Carolin G.: Keine heiße Spur zum Täter

Die junge Frau aus Endingen war Anfang November alleine zum Joggen aufgebrochen und nicht zurückgekehrt. Nach Angaben der Polizei wurde sie sexuell missbraucht und getötet, ihre Leiche wurde am Donnerstag vergangener Woche gefunden. Die Ermittler haben keine heiße Spur, der Täter ist unbekannt. Offen ist, ob es einen Zusammenhang zum Mord an einer 19-jährigen Studentin Mitte Oktober in Freiburg gibt. Auch sie war vergewaltigt und getötet worden. Der Täter ist unbekannt.

Lesen Sie hier: Abschluss der Spurensuche - Polizei gibt Tatort frei!

In dem Fall in Endingen gehe die Polizei mittlerweile rund 500 Spuren und Hinweisen nach, sagte ein Sprecher am Donnerstag. Die Untersuchungen der Spuren, die am Fundort der Leiche gesichert wurden, dauern den Angaben zufolge an. Eine sichere Aussage, wann genau mit einem Ergebnis dieser Untersuchungen gerechnet werden kann, sei derzeit nicht möglich.

Tote Joggerin Carolin G.: Gibt es DNA-Spuren?

Am Mittwochabend hatte sich die ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY ... ungelöst" an der Fahndung beteiligt. Dadurch seien 16 zusätzliche Hinweise eingegangen, sagte Polizeisprecher Walter Roth. Die Anrufe würden nun ausgewertet. «Wir haben noch sehr viel zu tun. Wir sind auch weiterhin optimistisch, dass es eine positive Entwicklung nimmt», erklärte Roth.

Die Ermittler hoffen, dass die Kriminaltechniker im Landeskriminalamt die DNAdes Täters im Mordfall der Joggerin finden. "Wenn man eine DNA-Spur hat, dann kann man einen Abgleich bundesweit vornehmen. Wir sind im Moment noch nicht so weit, dass wir eine verwertbare Spur haben", betonte Roth.

Mordfall Carolin: Deshalb dauert die Spuren-Analyse so lange

Über die Gründe, warum es so lange dauert, das Spurenmaterial auszuwerten, erklärte Kriminalbiologe Dr. Mark Benecke in der "Bild"-Zeitung: "Sie könnten zum Beispiel überlegen, welche Art der DNA-Spuren sie auswerten". Möglich wäre daneben auch, dass zu wenig Ressourcen vorhanden sind oder Informationen zurückgehalten werden sollen.

Folgen Sie News.de schon bei Facebook, Google+ und Twitter? Hier finden Sie brandheiße News, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

rut/news.de/dpa

Empfehlungen für den news.de-Leser