18.11.2016, 09.34 Uhr

"Eines der sichersten Länder der Welt": Die Wahrheit über Flüchtlingskriminalität in Deutschland

Pfefferspray, Reizgas und Gaspistolen: Die Deutschen rüsten auf gegen kriminelle Migranten. Doch wie kriminell sind Flüchtlinge in Deutschland wirklich? Der Unionspolitiker Stephan Mayer spricht die bittere Wahrheit aus.

"Deutschland ist nach wie vor eines der sichersten Länder der Welt." Bild: dpa

Bürgerkriege, Hunger und Armut treiben weltweit Millionen Menschen in die Flucht. Die meisten Flüchtlinge aus Afrika und dem Nahen Osten haben jedoch nur ein Ziel: Deutschland. 900.000 Menschen kamen allein 2015 nach Deutschland, 2016 sind es mehr als 250.000. Viele Deutsche sind besorgt, über die große Anzahl von Neuankömmlingen, haben Angst um die Sicherheit ihrer Familie. Auch die Experten der Sicherheitsbehörden fragen sich, welchen Einfluss die Flüchtlingskrise auf die Kriminalität in Deutschland habe.

Flüchtlingskriminalität in Deutschland: Straftäter machen nur geringe Anzahl der Flüchtlinge aus

"Natürlich ist die Kriminalität durch Flüchtlinge gestiegen. Und sie wird sich wahrscheinlich bis zum Jahresende innerhalb von zwei Jahren fast verdreifacht haben", sagt der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Stephan Mayer, im Interview mit der "Bild"-Zeitung. Jedoch sei die Flüchtlingskriminalität nicht im gleichen Maß gestiegen wie die Zahl der Zuwanderer. In der Kriminalstatistik tauchen überwiegend Tatverdächtige aus Nordafrika und den Balkanstaaten auf. Menschen aus diesen Bevölkerungsgruppen machen jedoch nur einen geringen Anteil der Zuwanderer aus.

Deutschland müsse hart gegen Straftaten durch Migranten vorgehen

Laut Mayer drohen Deutschland jedoch Gefahren, wenn die Menschen nicht dauerhaft integriert werden würden. Tue man dies nicht, könnten frustrierte Migranten sich Islamisten zu wenden oder damit beginnen, ganze Städte zu terrorisieren. "Deutschland ist nach wie vor eines der sichersten Länder der Welt", sagt Mayer gegenüber der "Bild". Dennoch habe er Verständnis für die Ängste der Bürger. "Wir müssen deshalb nicht nur konsequent gegen Terrorismus und die Organisierte Kriminalität vorgehen, sondern ebenso gegen die sogenannte Alltagskriminalität wie Wohnungseinbrüche und Taschendiebstähle", sagt der Unionspolitiker weiter.

Strafen müssten laut Mayer so verhängt werden, dass von ihnen ein Signal ausgehe. Doch "gerade von Menschen, die aus einem anderen Kulturkreis zu uns kommen, wird richterliche Milde nur als Schwäche unseres Staates verstanden. Davon lässt sich niemand von denen beeindrucken", ist sich Mayer im Gespräch mit "Bild" sicher.

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FOTOS: 2015 - Das Jahr der Flüchtlinge Die Flüchtlingskrise in Bildern

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bua/gea/news.de

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