#TobleroneGate: Abgespeckte Toblerone verärgert die Briten

Die schlechte Neuigkeiten auf der britischen Insel wollen nicht abbrechen, der Brexit scheint seine ersten Folgen zu zeigen: Lebensmittelhersteller Mondelèz hat Einsparungen an seiner berühmten Toblerone-Schokolade angekündigt. Wie das aussieht und was die Briten davon halten, erfahren Sie hier.

Helle Aufregung in Großbritannien: Die berühmte Toblerone-Schokolade hat dort ein paar ihrer "Alpengipfel" eingebüßt. Bild: dpa

Nach Brexit-Votum und Pfundschwäche müssen die Briten jetzt einen "abgespeckten" Toblerone-Schockoladenriegel schlucken. Die berühmte dreizackige Schweizer Toblerone-Schokolde hat jetzt in Großbritannien weniger "Alpengipfel" und dafür mehr "Täler". Sie habe dadurch fast zehn Prozent weniger Gewicht, berichtete die britische Nachrichtenagentur PA am Dienstag.

Wegen "steigender Kosten": Toblerone büßt "Alpengipfel" ein

Toblerone-Hersteller Mondelèz bestätigte der Deutschen Presse-Agentur, "wegen steigender Kosten" habe man für den Verkauf in Großbritannien kürzlich eine Gewichts-Reduzierung beschlossen. "Der 400 Gramm Riegel ist auf 360 Gramm verringert worden." Der frühere 170-Gramm-Riegel wiege nun 20 Gramm weniger, teilte eine Sprecherin am Dienstagabend mit. Allerdings begründete sie die Kostensteigerung nicht ausdrücklich mit der gegenwärtigen Pfund-Schwäche wegen des Brexits.

Der britische Sender BBC meinte, auch andere Unternehmen wie etwa Marmelade-Produzenten würden ihre Warengrößen derzeit verkleinern. Erst kürzlich reagierten die Briten mit einem nationalen Aufschrei auf die Preiserhöhung des beliebten Hefeaufstrichs "Marmite".

#TobleroneGate: So reagieren die Briten auf die Einsparungen

In den sozialen Medien hat die neue Toblerone-Schokolade für zahlreiche Unmutsbekundungen gesorgt. Auf Twitter verbreitete sich der Hashtag #TobleroneGate und immer wieder werden Verbindungen zum Brexit gezogen, wie in diesem "Vor dem Brexit, nach dem Brexit"-Tweet:

Andere setzen auf Vergleiche mit der Wahl Trumps oder dem Klimawandel und zeichnen ein trauriges Bild der Zukunft:

 

Oder fragen sich, was als nächstes kommt:

Doch nicht jeder gibt sich dem Fatalismus hin. So meint dieser Twitter-Nutzer, eine Lösung gefunden zu haben, indem er seine eigenen Toblerone-Schokoladen mit Hilfe eines 3D-Druckers herstellt.

Natürlich könnte man als Bürger der Europäischen Union auch ganz einfach in ein anderes EU-Land reisen und sich dort die klassischer Version der Schokolade kaufen. Blöd nur, dass das bald vielleicht nicht mehr ohne Visum funktioniert.

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mie/saw/news.de/dpa

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