Fall "Marzipan-Erpresser" in Kiel: Nach Gift-Schoki: "Marzipan-Erpresser" fordert 3 Millionen

Er erpresst die Handelskette Coop und verbreitet dafür an Kieler Schulen Angst und Schrecken. Sein Druckmittel sind vergiftete Marzipanherzen, die er in Schulen auslegt. Nun beobachtet die Polizei aufmerksam den Schulbeginn am Montag.

Einsatzkräfte der Polizei durchsuchen am 16.09.2016 in Kiel die Grundschule Muhliusschule. Bild: Christian Charisius / dpa

Im Fall des sogenannten Marzipan-Erpressers in Kiel haben die Ermittler vor Beginn der neuen Schulwoche zu besonderer Vorsicht geraten. Es gebe zwar keine konkreten Bedrohungshinweise, doch gingen die Ermittler gleichwohl von einer fortlaufenden abstrakten Bedrohungssituation aus, sagte ein Sprecher des Landeskriminalamtes am Sonntag. Er bestätigte, dass der Erpresser von der Handelskette Coop einen Millionenbetrag fordert.

Marzipan-Erpresser fordert 3 Millionen

In den "Kieler Nachrichten" und der "Bild"-Zeitung war von drei Millionen Euro die Rede, die der Erpresser über in der digitalen Währung Bitcoin gezahlt haben wolle. Dabei habe der Täter jedoch einen Weg vorgeschlagen, der nach Angaben eines Coop-Vorstandsmitglieds rein technisch gar nicht möglich sei, berichteten die "Kieler Nachrichten" weiter. Coop wisse auch nicht, was den Erpresser zu seiner Tat veranlasst habe.

Die Ermittler bemühten sich unterdessen unter anderem, über die Mail-Adresse des Erpressers an Informationen zu kommen. Er habe als Absender "coopwillpay" (Coop wird zahlen) an die in Kiel ansässige Handelskette Coop mehrere Drohungen verschickt, berichteten die "Kieler Nachrichten". Von Seiten der Ermittler hieß es, am Samstag habe es über diese Mail keine neuen Kontakte gegeben.

Marzipanherzen an Schule verteilt

Der mysteriöse Fall hatte in der Nacht zum Dienstag begonnen: Eine Schule hatte eine Mail mit dem Hinweis bekommen, auf dem Hof seien vergiftete Lebensmittel ausgelegt worden. Es sind Marzipanherzen. Sie waren mit einer Substanz versetzt worden, die gesundheitliche Beschwerden auslösen kann. Schwere Folgen oder gar Lebensgefahr schlossen Experten aber aus.

3 Kieler Schulen durchsucht

Am Freitag hatte die Polizei nach entsprechenden Drohungen drei Schulen in Kiel räumen lassen und durchsucht. Spürhunde und Sprengstoffexperten kamen am Morgen erst in die Muhliusschule; danach waren die Käthe-Kollwitz-Schule und die Hebbelschule dran. Am Nachmittag gab die Polizei Entwarnung für die drei überprüften Schulen.

Vor dem Schulbeginn am Montag erinnerte die Polizei an ihre Warnung, bei gefundenen Lebensmitteln besondere Vorsicht walten zu lassen. Vom Verzehr werde dringend abgeraten.

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sam/news.de/dpa

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