Von news.de-Volontärin Anne Geyer - 10.09.2016, 12.05 Uhr

Polizei teilt erschreckende Bilder: Junge (4) muss Drogenrausch seiner Mutter mit ansehen

Es ist ein erschütterndes Bild, dass betroffen macht. Ein kleiner Junge sitzt im Rücksitz eines Autos. Vorn sitzen Erwachsene - doch sie sind bewusstlos. Schuld ist eine Überdosis Heroin. Und diese Fotos sind kein Einzelfall.

Volksdroge Heroin - in den USA wird das Opiat immer mehr zum Problem. Bild: dpa

Die East Liverpool Polizei in Ohio wusste sich einfach nicht mehr anders zu helfen. Fast täglich sehen die Polizisten schreckliche Bilder, erleben furchtbar traurige Familien-Dramen hautnah mit. Doch seit einiger Zeit häuft sich vor allem ein Problem: Immer mehr Menschen sind heroinabhängig. In ihrer Sucht vergessen sie das Wichtigste im Leben.

Der Junge sitzt hinten im Kindersitz - die Erwachsenen sind im Drogenrausch

Um auf das Problem aufmerksam zu machen, hat die Polizei nun einige Fotos auf Facebook veröffentlicht, um zu zeigen, wie schlimm ihre Arbeit seit der "Heroin-Welle", welche vor allem über den US-Bundesstaat Ohio eingebrochen ist, geworden ist. Tatsächlich zeigen die Bilder eine traurige Familien-Situation. Ein Junge, der laut Beschreibung gerade einmal vier Jahre alt ist, sitzt in seinem Kindersitz auf der Rückbank eines Autos. Seine Mutter und ein Mann, sitzen - regungslos auf den Vordersitzen.

Kindeswohl gefährdet - Junge (4) befindet sich in Obhut des Jugendamtes

Die Polizei war auf das Auto aufmerksam geworden, weil es unstet fuhr. Der Fahrer des Wagens behauptete, er wolle die Frau auf dem Beifahrersitz in ein Krankenhaus bringen, dann wurde er selbst, noch hinter dem Steuer sitzend, ohnmächtig. Weil die Polizei an Ort und Stelle war, konnte schnell Hilfe geholt werden und den Abhängigen wurden mehrere Spritzen des Gegenmittels Narcan gespritzt. Als sie wieder bei Bewusstsein waren, wurden sie ins Krankenhaus gebracht. Der Junge befindet sich nun in Obhut des Jugendamtes. Seine Mutter und der Fahrer des Wagens müssen sich nun wegen der Gefährdung des Kindeswohles verantworten.

Drastische Mittel! Polizei will gegen "Opiaten-Epidemie" kämpfen

Die Polizei schreibt zu den Bildern: "Es wird Zeit, dass die nicht Drogen nehmende Öffentlichkeit sieht, mit was wir es jeden Tag zu tun haben." Und weiter: "Das Gift, das man unter dem Namen Heroin kennt, hat viele Gemeinden fest im Griff - nicht nur unsere. Der Unterschied ist, dass wir bereit sind, das Problem zu bekämpfen bis es wieder verschwindet. Und wenn das bedeutet, dass wir einige Leute auf diesem Weg beleidigen und bloßstellen, dann sind wir darauf vorbereitet und können damit umgehen."

Tatsächlich hat der US-Bundesstaat Ohio ein gravierendes Drogen-Problem. Lokale Medien sprechen bereits von der "Opiaten-Epidemie". Wie "statnews.com" berichtet, starben letztes Jahr 3.050 Menschen an einer Überdosis. Das sind 20 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Heroin ist dabei die Haupt-Droge.

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gea/news.de

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