Amoklauf im Olympia-Einkaufszentrum: Münchner Attentäter übte Blutbad mit 100 Schuss

Der Attentäter von München soll sich vor seinem Amoklauf mit 100 Schuss eingeschossen haben. Zudem besaß er mehr Munition, als bislang bekannt. Der mutmaßliche Waffenverkäufer schweigt bislang.

Beim Amoklauf in München starben neun Menschen und der Täter. Bild: Peter Kneffel/dpa

Am 22. Juli 2016 erschoss ein Amokläufer in einem Einkaufszentrum neun Menschen und tötete sich anschließend selbst. Noch immer versucht die Polizei, die Umstände der Bluttat zu ergründen. Nun kamen neue Erkenntnisse ans Licht.

Ein Minutenprotokoll der Ereignisse am Freitagabend
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Münchner Amokläufer übt mit 100 Schuss

Der Münchner Amokläufer David S. soll sich vor dem Massaker im Olympia-Einkaufszentrum eingeschossen und dabei rund 100 Schuss Munition verbraucht haben. Das berichtet der "Bayrische Rundfunk" unter Berufung auf das Bayrische Landeskriminalamt. Damit habe er vor seinem Blutbad insgesamt 450 Schuss besessen, die er sich zusammen mit einer Glock 17 illegal über das Internet beschaffte. Bereits im Vorfeld wurde bekannt, dass der 18-jährige Schüler während eines Familienurlaubs gemeinsam mit seinem Vater das Schießen geübt hatte.

Angreifer hätte noch mehr Menschen töten können

Dass durch die Tat nicht noch mehr Menschen ums Leben kamen, ist weniger der Verdienst der Polizei. Der psychisch kranke Täter habe nach Aussagen des LKA während seiner Mordserie schlicht die Lust am Töten verloren. Nachdem er während seines Amoklaufs etwa 57 Schuss abgegeben hatte, flüchtete er unter anderem in ein Wohnhaus, wo er auf weitere Menschen traf. Dabei habe er sich jedoch völlig normal verhalten, obwohl er immer noch bewaffnet war.

FOTOS: Terror und Ausnahmezustand in München Schießerei am Olympia-Einkaufszentrum fordert Tote und Verletzte
zurück Weiter Polizisten mit Maschinenpistolen stehen in München am Hauptbahnhof und sichern das Gelände. (Foto) Foto: Andreas Gebert/dpa Kamera

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