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Amoklauf von München: Mutmaßlicher Waffen-Verkäufer festgenommen

Der Amokschütze von München soll seine Waffe im Darknet erstanden haben. Der mutmaßliche Händler wurde jetzt in Marburg festgenommen. Bei der Verhaftung stellten die Ermittler eine Maschinenpistole und weitere Waffen sicher.

Mit einer Glock 17 wie der hier abgebildeten tötete David Ali Sonboly am 22. Juli neun Menschen in München. Bild: dpa

Der mutmaßliche Verkäufer der Waffe des Amok-Laufs von München ist bei einem Scheingeschäft gefasst worden. Der 31-Jährige wurde am Dienstag in Marburg in Hessen festgenommen, wie die Generalstaatsanwaltschaft und das Zollfahndungsamt Frankfurt mitteilten.

Die Ermittler hatten dem mutmaßlichen Waffenhändler, der Ware im Darknet angeboten hatte, eine Falle gestellt. Bei der Anbahnung des Geschäfts habe der Mann gesagt, dem Amokschützen von München bei einem Treffen im Mai in Marburg die verwendete Pistole und vier Tage vor dem Amoklauf die Munition verkauft zu haben. Der 18 Jahre alte David Ali Sonboly hatte am 22. Juli am Münchner Olympia-Einkaufszentrum neun Menschen erschossen und sich anschließend selbst getötet.

Amoklauf in München: Polizei verhaftet Waffenhändler in Marburg

Bei dem Scheingeschäft stellten die Ermittler am Dienstag die vereinbarte Maschinenpistole, eine Pistole und Munition zum Preis von insgesamt 8.000 Euro sicher. Der Mann habe zu seiner Eigensicherung in einem Schulterholster eine durchgeladene Pistole bei sich gehabt. Er wurde festgenommen.

Ermittlungen gegen einen 62 Jahre alten Buchhalter aus Nordrhein-Westfalen und gegen einen 17 Jahre alten Schüler aus Hessen hatten die Strafverfolger auf die Spur des Beschuldigten gebracht. Beide sollen Schusswaffen und Munition bei dem Mann gekauft und die Geschäfte über das Darknet angebahnt haben.

Bluttat von David Ali Sonboly: Was bisher über die Hintergründe bekannt ist

Beim Amoklauf des 18-Jährigen verletzten sich Dutzende Menschen unter anderem auch bei der Flucht. Klar ist den Ermittlern zufolge, dass der 18-Jährige wohl Sympathien für den rechtsextremen norwegischen Attentäter Anders Behring Breivik hatte. Auch habe er seinen Geburtstag am 20. April, derselbe wie von Adolf Hitler, als "besonders positives Schicksal" angesehen. Es gebe aber keine Hinweise, dass er in rechtsextreme Netzwerke verstrickt gewesen war.

In einem von dem 18-Jährigen verfassten mehrseitigen Schriftstück äußere sich dieser hauptsächlich über seine schulische Situation, sein örtliches Umfeld und seine psychiatrischen Erkrankungen, wie die Ermittler mitgeteilt hatten. "Vor dem Hintergrund der psychiatrischen Erkrankung des Amoktäters ist derzeit eine abschließende Bewertung, was reales Geschehen und was Fantasie des Täters ist, nicht möglich."

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mie/ans/news.de/dpa

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