Studie beweist: Das steckt WIRKLICH hinter Chemtrails

Verschwörungstheoretiker sind sich sicher: Mit Giften aus Flugzeugabgasen wollen Regierungen das Wetter und die Bevölkerung kontrollieren. Doch was steckt wirklich hinter der Chemtrail-Theorie?

Forscher haben untersucht, ob es wirklich Chemtrails gibt. Bild: Fotolia / majo1122331

Mit gezielt beigemischten Giften in Flugzeugabgasen wollen Regierungen das Wetter und die Bevölkerung kontrollieren. Das glauben zumindest Verschwörungstheoretiker. Gibt es Chemtrails wirklich? Werden durch die Kondensstreifen am Himmel wirklich gezielt Chemikalien in die Luft gesprüht? Wissenschaftler haben sich diesem Thema nun angenommen und die Theorie untersucht.

Verschwörungstheoretiker fürchten sich vor Chemtrails

Verschwörungstheoretiker glauben, dass Kondensstreifen, die wirklich nur Flugzugabgase beinhalten, schnell verschwinden müssten. Sie halten sich jedoch recht lang am Himmel. Zudem wurden erhöhte Mengen Strontium, Barium und Aluminium in Schnee- und Wasserproben nachgewiesen. Für sie ist das der eindeutige Beweis, dass es sich bei den Kondensstreifen um Chemtrails handeln muss.

Gibt es Chemtrails wirklich?

Die University of California hat in Zusammenarbeit mit der Non-Profit-Organisation "Near Zero" die Existenz von Chemtrails überprüft. Dafür wurden 77 Atmosphären-Forschern Daten vorgelegt, die Verschwörungstheoretiker als Beweis für Chemtrails ansehen. Die Experten haben das Aussehen verschiedener Kondensstreifen bewertet sowie die chemische Zusammensetzung der Luft analysiert.

Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler im Fachmagazin "Environmental Research Letters". Nur einer der 77 Experten habe demnach einen Hinweis auf Chemtrails gefunden. 18 Forscher bestätigten die These, dass sich die Streifen am Himmel länger halten als in früheren Jahrzehnten. Gründe dafür seien jedoch die gestiegene Flughöhe und die größeren Motoren. Auch die Analyse der Kondensstreifen-Fotos ergab keinen Hinweis auf Chemtrails. Unterschiedliche Breiten seien auf unterschiedliche Flughöhen, Flugzeugtypen und Luftfeuchtigkeiten zurückzuführen.

Experten widerlegen Chemtrail-Theorie

Und auch die Atmosphären-Experten fanden keinen Hinweis auf erhöhte Konzentrationen von Chemikalien in Luft und Wasser. Angeblich erhöhte Werte, die die Existenz von Chemtrails belegen sollen, seien falsch eingeordnet worden zu sein. So sei bei einer Luftprobe von 2008 aus dem US-Bundesstaat Arizona ein erhöhter Gehalt von Barium, Kupfer und Mangan festgestellt worden.

"Die Werte gleichen denen von ganz normalem Boden- oder Wüstenstaub. Die angegebenen Grenzwerte sind nicht relevant und scheinen von Trinkwassergrenzwerten abgeleitet zu sein", schreibt ein Wissenschaftler in der Studie. "Veränderungen der Flugzeugtechnik könnten dazu führen, dass Kondensstreifen länger am Himmel zu sehen sind, und die industrielle Entwicklung hat den Ausstoß von Partikeln in einigen Regionen befördert", fasst die Studie zusammen. "Doch seinen Fokus auf ein groß angelegtes Chemie-Versprüh-Programm zu legen, könne leicht ablenken von echten Problemen, die angegangen werden sollten."

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