Marc Dutroux heute: Der Fall Dutroux - Die Chronologie der Ereignisse

Marc Dutroux im Jahr 2004 vor Gericht. Bild: dpa

Der Belgier Marc Dutroux hat in den 1990er Jahren sechs Mädchen und junge Frauen entführt, gefoltert und vergewaltigt. Vier von ihnen starben. Schon 1989 war er zu 13 Jahren und sechs Monaten Haft wegen Vergewaltigung und Entführung verurteilt worden, kam aber im April 1992 wegen guter Führung wieder frei.

24. Juni 1995: Eine Entführungsserie beginnt. Die vier Mädchen Julie (8) und Mélissa (8) verschwinden spurlos, am 22. August auch An (17) und Eefje (19). Sie sterben in Dutrouxs Kellerverlies.

28. Mai 1996: Die 12 Jahre alte Sabine Dardenne verschwindet in Kain, ungefähr 85 Kilometer südwestlich von Brüssel.

9. August 1996: Die 14-jährige Laetitia Delhez wird in ihrem Heimatort Bertrix im Süden von Belgien entführt.

13. August 1996: Dutroux, seine Frau und ein Komplize werden festgenommen.

15. August 1996: Nach Geständnissen des Komplizen und von Dutroux werden Laetitia Delhez und Sabine Dardenne aus Dutrouxs Keller befreit.

20. Oktober 1996: In Brüssel bekunden fast 300.000 Teilnehmer beim "Weißen Marsch", der größten Demonstration in der Geschichte Belgiens, ihre Solidarität mit den Eltern der entführten Mädchen.

23. April 1998: Dutroux flüchtet bei einem Gerichtstermin in Neufchateau und wird drei Stunden später in einem Wald gefasst.

1. März 2004: Der Mordprozess gegen Dutroux und drei Mitangeklagte beginnt im südbelgischen Arlon.

22. Juni 2004: Das Gericht verurteilt Dutroux zu lebenslanger Haft. Seine damalige Frau erhält als Mittäterin 30 Jahre Gefängnis.

15. Dezember 2004: Dutroux scheitert mit seinem Antrag auf Wiederaufnahme des Prozesses. Seine Verurteilung ist rechtskräftig.

17. Januar 2005: Aus Protest gegen seine Haftbedingungen tritt Dutroux in den Hungerstreik, den er nach zwei Tagen wieder beendet.

31. Juli 2012: Ein Gericht entscheidet, dass Dutroux Frau vorzeitig freikommt und künftig in einem Kloster leben darf.

28. August 2012: Ein Berufungsgericht lehnt den Widerspruch von Opferfamilien ab. Die Frau kommt nach 16 Jahren vorzeitig frei, steht aber weiter unter Aufsicht der Justizbehörden.

14. September 2012: Dutroux stellt einen Antrag auf vorzeitige Entlassung aus dem Gefängnis.

18. Februar 2013: Die Brüsseler Haftprüfungskammer lehnt Dutroux Antrag ab, seine restliche Strafe mit einer elektronischen Fußfessel im Hausarrest abzusitzen.

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jko/saw/news.de/dpa

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