Waldbrand auf La Palma: So hauste der mutmaßliche Brandstifter der Kanareninsel

Flammen im Urlaubsparadies: Auf La Palma brennt ein riesiges Waldgebiet und die Einsatzkräfte bekommen das Feuer wegen der großen Hitze einfach nicht in den Griff. Angeblich Schuld an der Katastrophe: ein 27-Jähriger Aussteiger.

Flammen im Urlaubsparadies: Auf La Palma brennt ein riesiges Waldgebiet, und die Einsatzkräfte bekommen das Feuer wegen der großen Hitze einfach nicht in den Griff. Bild: Miguel Calero/dpa

Flammen im Urlaubsparadies: Auf La Palma brennt ein riesiges Waldgebiet und die Einsatzkräfte bekommen das Feuer wegen der großen Hitze einfach nicht in den Griff. Dem mutmaßlichen Verursacher droht Haft.

Noch immer kämpft die Feuerwehr gegen das Flammenmeer. 4000 Hektar Pinienwald seien bereits verbrannt, berichtete die spanische Nachrichtenagentur Efe am Sonntag - das ist eine Fläche größer als die Nordseeinsel Pellworm.

Deutschem Aussteiger droht Gefängnisstrafe

Schuld an dem verheerenden Brand soll ein 27-jähriger Deutscher sein. Am Samstag wurde der mutmaßliche Brandstifter in Untersuchungshaft genommen. Der Mann hatte am Mittwoch im Freien seine Notdurft verrichtet und vermutlich - durch das Anzünden des Toilettenpapiers - das Feuer in der ausgedörrten Region entfacht.

Der zuständige Ermittlungsrichter in Los Llanos de Aridane im Westen der Insel ordnete nach der Vernehmung U-Haft ohne Anrecht auf Kaution an. Dem als Aussteiger auf La Palma lebenden Mann werde "grob fahrlässiges" Verhalten vorgeworfen, berichtete "Teneriffa News". Ihm drohe eine Gefängnisstrafe zwischen sechs und zwölf Monaten.

Brand auf La Palma fordert einen Toten

Beim Kampf gegen das Flammenmeer kam ein 54-jähriger Forstmitarbeiter ums Leben. Er hinterlässt eine Frau und fünf Kinder. In den Gemeinden El Paso und Fuencaliente mussten 2500 Anwohner für mehrere Tage in Sicherheit gebracht werden. Sie konnten nach Angaben des spanischen Fernsehens aber mittlerweile in ihre Häuser zurückkehren. Dafür hätten in der Nacht zum Sonntag 500 Menschen aus den Gemeinden Montes de Luna und Tigalate ihre Häuser verlassen müssen. Bis zum Sonntagnachmittag hätten die Flammen die Ortschaften jedoch nicht erreicht. Touristen waren bisher nicht direkt betroffen.

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