Wider die Evolution: Radikale Christen bauen Arche nach

Was macht man nur, wenn die Schulen des Landes eine Theorie von der Schulkanzel predigen, mit der man absolut nicht einverstanden ist? Nun, man baut ein Schiff - genauer gesagt: Eine Arche, wie die von Noah - in Originalgröße!

Die "Arche Noah" in all ihrer Pracht. Bild: dpa

Im US-Bundesstaat Kentucky liegt ein Schiff vor Anker. Das Ungewöhnliche: Weit und breit gibt es kein Wasser und das Schiff hat gigantische Ausmaße! Es ist 155 Meter lang, 25 Meter breit und 15 Meter hoch. Es ist ein Nachbau der Arche Noah. Der Holz-Koloss ist ein Museum. Der Eintritt immens. Trotzdem sollen Millionen Besucher kommen.

Arche Noah soll Evolutionstheorie wegschwemmen

Für ein Besuch im Arche-Museum müssen pro Besucher stolze 40 Dollar berappt werden. Trotzdem glauben die Betreiber an ihren Erfolg. Laut "derwesten.de" sollen jährlich zwei Millionen Besucher die Fake-Heiligen Hallen besichtigen. Die Erbauer sind übrigens christliche Fundamentalisten. Die Organisation heißt "Antworten in der Schöpfungsgeschichte". Und diese verfolgt laut "derwesten.de" zwei Ziele: "die Naturwissenschaften als gotteslästerliche Anmaßung darzustellen. Und die Evolutionslehre von Charles Darwin aus dem Alltag zu verdrängen."

Wie zu Noah's Zeiten? Arche mit Streichelzoo und Klettergarten

Weil - auch wenn gigantisch - ein Schiff irgendwie langweilig ist, kommt die Arche im Komplettpaket mit Klettergarten, Restaurant, Streichelzoo, Souvenirbude und künstlichem See. Und dabei wird man natürlich mit fundamentalistischen Lehren bedacht. Und dann darf man noch in einen Nachbau im Inneren des Schiffes: Dem angeblichen Nachbau von Noahs "Gemächern". Gekostet hat das Ganze übrigens 100 Millionen Dollar. Da ist es irgendwie auch klar, dass die Betreiber sich auf jeden Besucher freuen.

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gea/saw/news.de

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