Studie in Australien: Darum rauchen immer mehr Schwangere

Eine australische Studie hat belegt, dass immer mehr Schwangere mit dem Rauchen anfangen oder während der Schwangerschaft ihren Zigarettenkonsum steigern – aus medizinischen Gründen.

Eine Studie in Australien belegt, dass immer mehr Schwangere rauchen. Bild: Fotolia/highwaystarz

Immer mehr Schwangere rauchen während ihrer Schwangerschaft oder beginnen wieder damit. Das belegt eine anthropologische Studie der Australian National University, die über zehn Jahre lang durchgeführt worden ist.

Etwa 18 Prozent der Schwangeren rauchen in Australien. Das betrifft vor allem Teenager zwischen 16 und 17 Jahren erklärt Professor Simone Dennis gegenüber "The New Zealand Herald". Ihrer Aussage zufolge haben die Mädchen große Angst davor, dass ihre Babys zu groß werden könnten und dadurch der Geburtstvorgang erschwert werden könnte. Einige von ihnen fangen dafür extra mit dem Rauchen an oder steigern ihren Zigarettenkonsum.

Doppeldeutige Warnung auf Zigarettenpackungen

Schuld sei ein Warnhinweis auf Zigarettenpackungen. "Sie haben auf den Packungen gelesen, dass Rauchen das Geburtsgewicht ihrer Babys verringen kann", erklärt sie. Aber der Gesundheitshinweis sei völlig falsch aufgefasst worden. Die Mädchen denken "Oh mein Gott, ich werde ein riesiges Kind bekommen".

Studien zeigten, dass Babys von Frauen, die während ihrer Schwangerschaft rauchten, durchschnittlich 200 Gramm leichter bei der Geburt seien. Darüber hinaus kann Rauchen während der Schwangerschaft nicht nur Fehlbildungen des Babys verursachen, sondern auch das Risiko einer Totgeburt steigern.

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kad/saw/news.de

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