24.06.2016, 08.04 Uhr

Johannistag am 24. Juni 2016: Darum feiern wir heute Spargel-Silvester!

Der 24. Juni ist der Johannistag. Vielerorts wird dieser Tag mit sogenannten Johannisfeuern gefeiert. Doch was hat das Ende der Spargelzeit damit zu tun?

Der 24. Juni ist Johannistag - oder auch Spargelsilvester. Bild: dpa

Der Johannistag ist traditionell am 24. Juni eines jeden Jahres. Es ist laut einer Angabe des Lukasevangeliums das Geburtsdatum des Johannes' des Täufers. Heutzutage wird vor allem in der Nacht zuvor entsprechend mit sogenannten Johannisfeuern die Sommersonnenwende gefeiert. Doch warum endet an diesem Tag die Spargelzeit?

Johannistag 2016: Mit Feuer gegen Dämonen

In vielen Ländern hat sich ein vielseitiges Brauchtum zu diesem Feiertag entwickelt. Die Johannis-, oder auch Würzfeuer genannt, stehen in engem Zusammenhang mit der Sommersonnenwende. Das Feuer wird meist in der Nacht vom 23. auf den 24. Juni angezündet und trägt mancherorts auch den Namen Sonnwendfeuer. Dem Volksglauben nach sollte das Johannisfeuer Dämonen vertreiben, Krankheiten abwehren und Viehschaden sowie misswüchsige Kinder verhindern. In diversen Weisen kann man den Brauch in ganz Europa finden. Das südlichste Johannisfeuer findet im spanischen Torrevieja, südlich von Alicante, statt.

Johannistag am 24. Juni ist das Ende der Spargelzeit

Auch in der Landwirtschaft hat der Johannistag eine große Bedeutung. Er gilt als sogenannter Lostag, also ein Tag, der nach altem Volksglauben Vorhersagen über die Wetterverhältnisse der folgenden Wochen und Monate ermöglicht. Meist endet zum 24. Juni hin die Schafskälte, weswegen die Ernte vieler Feldfrüchte beginnt. Bei Rhabarber und Spargel endet sie jedoch, weswegen der Johannistag auch "Spargelsilvester" genannt wird.

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ruc/sam/news.de

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