Telefon-Mitschnitte veröffentlicht: Das sagte der Orlando-Killer der Polizei vor seinem Massaker

Wenige Tage nach dem Blutbad in Orlando stimmt der US-Senat über eine Verschärfung des Waffenrechts ab. Aber Demokraten und Republikaner blockieren sich gegenseitig. Währenddessen werden weitere Details aus der Nacht des Attentats bekannt.

Das FBI veröffentlichte die Telefon-Mitschnitte des Orlando-Killers. Bild: dpa

Nach dem verheerenden Terrorattentat in Orlando sind mehrere Entwürfe zur Verschärfung des US-Waffenrechts im Senat gescheitert. Mithilfe der neuen Regeln hätte auch verhindert werden sollen, dass Menschen, die auf einer Terror- oder Flugverbotsliste geführt werden, Waffen kaufen können.

Zur Abstimmung standen insgesamt vier Vorschläge zur Änderung bestehenden Rechts. Sie verfehlten wie erwartet jeweils die nötige Mehrheit von 60 Stimmen. Den Demokraten gingen die Vorschläge der Republikaner nicht weit genug; die Konservativen kritisierten die Maßnahmen der anderen Seite als zu strikt. Es gilt als äußerst unwahrscheinlich, dass es im laufenden Wahljahr zu einer Verschärfung des Waffenrechts kommt.

Omar Saddiqui Mateen: Orlando-Killer tötete 49 Menschen im Nachtclub Pulse

Wenige Tage vor der Abstimmung hatte der Schütze Omar Saddiqui Mateen in einem Nachtclub in Orlando 49 Menschen getötet. Der Attentäter war in den vergangenen Jahren mehrfach wegen Terrorverdachts von der Bundespolizei FBI vernommen worden. Trotzdem konnte er sich völlig legal ein Gewehr und eine Pistole kaufen, mit denen er das Blutbad anrichtete.

FOTOS: Schütze tötet 50 Menschen in Orlando Massaker im Schwulen-Club "Pulse"

Demokraten und Republikaner legten am Montag jeweils eigene Entwürfe vor, um zu verhindern, dass Terroristen an Waffen kommen. Der demokratische Vorschlag hätte es den Sicherheitsbehörden ermöglicht, Menschen, die auf einer Flugverbotsliste geführt werden, vom Kauf auszuschließen. Dieses "No Fly, No Buy" war schon nach dem Terrorattentat von San Bernardino im Senat gescheitert. In den USA gibt es mehrere Datenbanken mit Terrorverdächtigen. Die Flugverbotsliste ist Teil einer FBI-Erhebung und umfasst etwa 64.000 Namen.

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