Gericht hat entschieden: Polizist klaut Unterwäsche seiner Ex und fliegt raus!

Aus der Wohnung einer jungen Polizistin verschwindet Unterwäsche. Ein Kollege gerät in Verdacht und wird schließlich entlassen. Ein Richter muss über den Rauswurf entscheiden und sagt: "Ich bin seit 13 Jahren Richter, und es wurde mir selten so schwer gemacht."

Eine junge Polizistin vermisste immer wieder ihre Unterwäsche. Der Fall landete vor Gericht. Bild: fotolia/visivasnc

Immer wieder vermisst die junge Polizeianwärterin aus Gelsenkirchen Unterwäsche. Die 22-Jährige kann sich keinen Reim darauf machen, bis sie am Rosenmontag mehrere Anrufe ihrer Nachbarin erhält:

Ex-Freund bricht in Wohnung ein und stiehlt die Unterwäsche

Diese hat durch den Türspion beobachtet, wie der Ex-Freund der jungen Frau aus deren Wohnung kommt. Zeugen zufolge war der Kommissaranwärter an mehreren Tagen immer wieder im Haus herumgeschlichen. Als die Wohnung des 29-Jährigen durchsucht wird, übergibt er den Beamten eine Tüte mit 15 BHs und einen Schlüssel für die Wohnung. Den, so stellt es das Gericht fest, hatte er sich nachmachen lassen.

Polizist klagt gegen seine Entlassung

Daraufhin wird der Kommissaranwärter erst suspendiert und dann entlassen. Doch er klagt gegen seinen Rauswurf. Am Donnerstag rollt Richter Andreas Müller den Fall vor dem Düsseldorfer Verwaltungsgericht auf. Der Kläger selbst erscheint nicht, dafür tritt seine Mutter in den Zeugenstand. Zur fraglichen Zeit habe sie - es war der Rosenmontag - mit ihrem Sohn in Castrop-Rauxel gefrühstückt. Dann habe er sie zur Arbeit in einem Einkaufszentrum gefahren, wo sie noch eine gemeinsame Bekannte getroffen hätten. Die Dame bestätigt dies als Zeugin.

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"Ich bin seit 13 Jahren Richter, und es wurde mir selten so schwer gemacht"

Es steht Aussage gegen Aussage. "Ich bin seit 13 Jahren Richter, und es wurde mir selten so schwer gemacht", bekennt Richter Müller. Nach Abwägung der Beweislage entscheidet er: "Der Mutter glauben wir nicht." Zwar könne der Sohn es noch geschafft haben, nach der Tat seine Mutter rechtzeitig zur Arbeit zu fahren, aber das gemeinsame Frühstück werde es an dem Tag so wohl nicht gegeben haben.

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