Von news.de-Volontärin Anne Geyer - 02.06.2016, 15.51 Uhr

Internationaler Hurentag: Alle Fakten rund um den Tag des ältesten Gewerbes der Welt

Der internationale Hurentag klingt vielleicht erstmal wie ein Witz, hat aber einen sehr wichtigen Anlass. Worum es bei dem Tag der Huren geht, erfahren Sie hier.

Huren leiden immer noch unter Diskriminierung und Ausbeutung. Bild: dpa

Jedes Jahr wird am 2. Juni der Hurentag "zelebriert". Und das aus gutem Grund! Denn am dem Tag soll auf die Diskriminierung und (oftmals) die Ausbeutung von Prostituierten aufmerksam gemacht werden. International heißt der Tag übrigens "Sex Workers' Day". Der Prostituierten wird offiziell bereits seit 41 Jahren am zweiten Tag im Juni gedacht.

Ursprünge des internationalen Hurentages

Doch der Tag kommt nicht von ungefähr! Der Gedenktag geht auf ein Ereignis zurück, dass am 2. Juni 1975 im französischen Lyon statt. Dort besetzten hundert Prostituierte eine Kirche, um auf ihre schlechte Lebenslage aufmerksam zu machen. Damals wurden die Prostituierten durch bestimmte Erlasse an den Rand der Gesellschaft gedrängt und mussten vor allem nachts arbeiten. Dadurch wurden sie aber auch immer öfter Opfer von Gewalt.

Legalisierung der Prostitution sollte Prostituierte schützen, aber...

Heute ist die Prostitution in vielen Ländern nicht mehr illegal. Seit dem 1. Januar 2002 ist das älteste Gewerbe der Welt keine Sittenwidrigkeit mehr und wird als Beruf anerkannt. Durch die Legalisierung sollten Ausbeutung und Menschenhandel verringert werden und die Frauen einen größeren Schutz erhalten. Jedoch gab es weiterhin Defizite, die - trotz Verbesserungen - bis heute nicht beseitigt werden konnten.

Andere Länder, andere Sitten
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Die meisten Prostituierten in Deutschland kommen aus Ausland

Prostituierte sind nach wie vor diskriminiert, stigmatisiert und viele Frauen werden immer noch ausgebeutet. Dass Prostitution immer noch kein "reguläres Gewerbe" ist, kann man auch an den Zahlen ablesen. In einer Schätzung aus dem Jahr 2013 schwanken die Zahlen zwischen 200.000 ("Spiegel") und 400.000 ("Welt") Huren. Die meisten Prostituierten stammen laut "Spiegel" aus dem Ausland und bilden einen Anteil von 65 bis 80 Prozent. Von ihnen kommt die Mehrheit wiederum aus Osteuropa.

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gea/zij/news.de

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