Nach Massenvergewaltigung einer 16-Jährigen: Das Opfer spricht im TV - Erste Festnahmen in Rio de Janeiro

Wie perfide können Menschen sein? Nachdem in Rio de Janeiro über 30 Männer ein 16-jähriges Mädchen vergewaltigten, stellten sie ihre Gräueltat per Video sogar ins Netz. Doch das könnte ihnen jetzt zum Verhängnis werden.

Nachdem ein 16-jähriges Mädchen von über 30 Männern vergewaltigt wurde und diese ein Video der Tat ins Internet stellten, wurden nun zwei mutmaßliche Täter festgenommen. (Symbolbild) Bild: Fotolia/BillionPhotos

Die Nachbeben dieses Vergewaltigungsfalles erschütterten nicht nur Brasilien und ganz Latainamerika, sondern sind auch bis nach Europa zu spüren. Eine 16-Jährige soll in Rio de Janeiro von mehr als 30 (!) Männern brutal missbraucht worden sein, die dann sogar ein Video der Tat im Internet verbreiteten. Jetzt wurden zumindest vier der mutmaßlichen Täter festgenommen.

Dreiunddreißig Männer sollen über die 16-Jährige hergefallen sein

Vier mutmaßliche Täter der Gruppenvergewaltigung einer Jugendlichen in Brasilien sind festgenommen worden. Wie das Nachrichtenportal G1 am Montag unter Berufung auf die Polizei berichtete, sollen die 20 und 22 Jahre alten Männer an der Vergewaltigung einer 16-Jährigen in Rio de Janeiro teilgenommen haben, die seitdem die Welt erschüttert.

Die Täter stellten ihre Tat als Video ins Internet

Ein im Internet verbreitetes Video bestätige die Angaben der Jugendlichen, sagte die mit dem Fall beauftragte Kommissarin Cristiana Bento. Das Video zeigt das Mädchen ohnmächtig, anscheinend nach der Vergewaltigung, umgeben von mehreren Männern, die sie berühren und lachend sagen, "etwa 30" seien über sie hergefallen.

"Das Video beweist, dass ein Sexualverbrechen begangen worden ist, unabhängig von den Erklärungen des Opfers", sagte die Kommissarin am Montag. Das eingeschüchterte Mädchen hatte erst fünf Tage nach der Gewalttat Anzeige erstattet, weshalb keine Verletzungen festgestellt werden konnten.

Das Mädchen hatte erklärt, sie sei abends zu einem Freund gegangen und am nächsten Tag in einer anderen Wohnung umgeben von 33 bewaffneten Männern aufgewacht.

Das Video: 38 Sekunden voller Gewalt und Demütigung

Wie CNN berichtet, sprach jetzt das Opfer das erste Mal über ihr Martyrium im TV. Sie selber sitzt im Schatten, ist nicht zu erkennen. Mit etwas heiserer Stimme erzählt sie, dass sie ihren Freund, einen lokalen Fußballprofi, in der Favela besuchen wollte. Dann sei sie unter Drogen gesetzt worden. Beim Aufwachen sei sie von über 30 Männern, zum Teil bewaffnet, umringt gewesen: "Ich schlief ein und wachte an einem völlig anderen Ort auf. Ein Mann war unter, ein anderer über mir. Sie lachten über mich, während zwei von ihnen meine Hände festhielten, mich zu Boden drückten. Viele hielten Waffen in den Händen, unterhielten sich dabei."

Die Männer fesselten sie an ein Bett, in dem sie weitere Qualen stundenlang ertragen musste. Erst fünf Tage später fand sie den Mut zur Polizei zu gehen - sie war auf das Video gestoßen, dass ihre Peiniger auf Twitter veröffentlichten. Es ist nur 38 Sekunden lang, doch so voller Gewalt, Hass, Demütigungen und öbszönen Sprüchen. Derzeit wertet die Polizei das Video aus.

Das Opfer bleibt skeptisch

Das Opfer jedoch hat wenig Hoffnung auf Gerechtigkeit: "Ich werde abwarten, was die Justiz tut – aber sie haben schon oft genug gezeigt, dass nichts passiert. Ich werde wohl auf Gerechtigkeit von Gott hoffen müssen. Das kann lange dauern, aber sie wird kommen."

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ruc/mie/news.de/dpa

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1 Kommentare
  • Boah

    31.05.2016 12:04

    Sehr bald wird so etwas in Deutschland in dem Masse auch geschehen. Was Merkel and the Welcomers so alles geschafft haben ohne selbst dafuer in den Knast zu gehen.Koeln war anscheinend nicht Warnung genug.

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