Polizei ermittelt: Missbrauchte Chemnitzer Sex-Täter bundesweit Kinder?

In Chemnitz konnte die Polizei am Montag einen Kinderschänder festnehmen. Der 22-jährige Mann wurde sowohl in Sachsen als auch in Rheinland-Pfalz gesucht, weil er sich wiederholt an Minderjährigen vergriffen hatte. Jetzt prüfen die Ermittler, ob er noch weitere Straftaten in anderen Bundesländern begangen haben könnte.

Zugriff in Chemnitz: Zivilfahnder haben einen 22-Jährigen festnehmen können, der bereits in Kaiserslautern per Haftbefehl wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauch von Minderjährigen gesucht wurde (Symbolbild). Bild: dpa

Zivilfahndern der Chemnitzer Polizei ist es am Montagnachmittag (16.05.2016) gelungen, in der Chemnitzer Innenstadt einen mutmaßlichen Sexualstraftäter festzunehmen. Das teilte die Polizeidirektion Chemnitz mit. Der 22-Jährige war dringend tatverdächtig, in den vergangenen Wochen mehrere Kinder in Kaiserslautern und Chemnitz sexuell missbraucht zu haben.

Kinderschänder von Chemnitz: Sexuelle Übergriffe auch in Kaiserslautern?

Der Mann wurde seit Anfang April 2016 öffentlich per Haftbefehl gesucht: In Kaiserslautern soll er an einem Tag innerhalb weniger Stunden drei Kinder sexuell missbraucht haben, zwei Mädchen im Alter von sieben und elf Jahren sowie einen Jungen im Alter von sieben Jahren.

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Auch in Chemnitz soll der 22-Jährige in der Folge zwei Kinder missbraucht haben, dort wurde in den letzten Wochen mit einem Phantombild nach ihm gesucht.

Haftbefehl aus Rheinland-Pfalz, Festnahme in Sachsen: Wo war der Sex-Täter noch?

Als die Ermittler des Landeskriminalamtes Rheinland-Pfalz von den Taten in Sachsen erfuhren, stellten sie fest, dass die Personenbeschreibungen der mutmaßlichen Täter übereinstimmten und konnten den Mann schließlich am Montag in Chemnitz ausfindig machen, wo dieser von den sächsischen Kollegen festgenommen werden konnte.

Der mutmaßliche Sexualstraftäter wurde am Dienstagnachmittag in Chemnitz dem Haftrichter vorgeführt und in eine Justizvollzugsanstalt überführt: In seiner Vernehmung hatte er die Taten in Chemnitz gestanden. Zu den Vorwürfen aus Kaiserslautern werden ihn die Beamten aus Rheinland-Pfalz befragen. Die Ermittler prüfen derzeit, ob der Mann weitere Straftaten an anderen Orten in der Bundesrepublik begangen haben könnte.

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lid/bua/news.de

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