Er vermutete einen Pädophilen: Vater ersticht Facebook-Freund seiner Tochter (12)

Sie hielten ihn für einen Pädophilen - und wollten ihm eine Abreibung verpassen. Die Eltern einer Zwölfjährigen und ein Freund der Familie sollen einen Mann getötet haben, der bei Facebook Kontakt zu dem Mädchen aufgenommen hatte.

Eltern einer Zwölfjährigen und ein Freund der Familie sollen einen Mann getötet haben. Bild: fasphotographic_ Fotolia

Die Eltern einer Zwölfjährigen und ein Freund der Familie sollen einen Mann getötet haben, der bei Facebook Kontakt zu dem Mädchen aufgenommen hatte - am Dienstag (15.00 Uhr) sollen in Aachen die Urteile gesprochen werden.

Vater von Zwölfjähriger ersticht vermeintlichen Pädophilen

Die Eltern sollen laut Anklage in dem 29-jährigen Mann einen Pädophilen vermutet haben, der Nacktfotos von ihrer Tochter hatte. Angeblich wollten sie dem Opfer eine Abreibung verpassen. Der Vater hatte ausgesagt, den Mann ungeplant erstochen zu haben.

Mord oder Totschlag im Affekt?

Bei der juristischen Bewertung der Taten lagen Anklage und Verteidigung deutlich auseinander: Für den 39 Jahre alten Vater hatte die Staatsanwaltschaft lebenslange Haft wegen Mordes und die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld gefordert. Der Verteidiger plädierte auf Totschlag im Affekt.

Für die 31-jährige Ehefrau und den 29-jährigen Freund der Familie hatte die Anklage Haftstrafen wegen Mordes gefordert. Die Verteidiger sahen dagegen bei der Frau den Tatbestand der Beihilfe zur gefährlichen Körperverletzung und bei dem Mann gefährliche Körperverletzung.

  • Seite:
  • 1
  • 2
Empfehlungen für den news.de-Leser