Tödliches Auktionsgut: Geschmacklos! US-Todesschütze versteigert Waffe

Diese Auktion ist an Geschmacklosigkeit kaum zu überbieten. Der US-Todesschütze George Zimmerman versteigert im Internet seine Waffe, mit der er vor vier Jahren einen unbewaffneten Afroamerikaner erschossen hat.

Mit dieser Waffe erschoss Zimmerman damals den unbewaffneten, afroamerikanischen Jugendlichen. Bild: Joe Burbank / Orlando Sentinel //dpa

"Das ist ein Stück amerikanischer Geschichte", schrieb er in der Produktbeschreibung auf der Online-Auktionsplattform "GunBroker.com". Er habe mit dieser Schusswaffe sein Leben verteidigt und Martins "brutale Attacke" abgewehrt, heißt es dort weiter.

2012 hatte der damalige Nachbarschaftswächter Zimmerman den 17-jährigen Martin erschossen. Es folgte ein viel beachteter Prozess, in dem Zimmerman sich erfolgreich auf Notwehr berief. Das Urteil löste Demonstrationen in mehr als 100 Städten aus und heizte die Debatte über rassistische Vorurteile gegenüber Schwarzen erneut an.

Todeswaffe nach 4 Jahren wieder in seinem Besitz

Nun hat das Justizministerium Zimmerman die Waffe zurückgegeben, wie dieser auf "GunBroker.com" erklärte. Der Todesschütze nutzte die Chance gleich, um etwas Geld zu machen.

Die Auktion soll um 17.00 Uhr MESZ (11.00 Uhr Ortszeit) beginnen und rund einen Tag lang laufen. Bis jetzt wurde das Gebot auf "GunBroker.com" bereits 64.905 Mal begutachtet. Wer diese Waffe zukünftig unter sein Kissen zum Schutz vor Einbrechern legen wird, kann sicherlich alles andere als ruhig darauf schlafen. Vielleicht will der Schütze sie ja auch genau deswegen versteigern.

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ans/news.de/dpa

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