Erpresser drohte mit Zwangsprostitution: Leiche im Restaurant eingemauert! 

In Hamburg ist der Prozess um den Besitzer des "Casa Alfredo" angelaufen. Der Wirt wurde angeklagt, weil er einen Schutzgeld-Erpresser erst erschoss und dann im Restaurant einmauerte. Nun kamen die grausamen Details ans Licht.

Ein halbes Jahr nach dem Fund einer einbetonierten Leiche im Stadtteil St.-Georg begann nun der Prozess um das Verbrechen. Bild: dpa
Der Vorsitzende Richter Joachim Bülter (M), der Angeklagte (r) und sein Anwalt Tim Burkert (l) stehen am 11.05.2016 in Hamburg zum Prozessbeginn im Gerichtssaal. Bild: Christian Charisius/dpa

Und die sind nichts für schwache Nerven. Denn: Wie nun herauskam, wurde Alfredo M.S. auf grausame Weise unter Druck gesetzt. Der Besitzer des "Casa Alfredo" erklärte im Gerichtssaal: "Ich fühle mich schuldig. Heute weiß ich, dass ich ihn viel früher bei der Polizei hätte anzeigen müssen."

Erpressung und Zwangsprostitution! So wurde der Angeklagte zum Mörder

Aber wie kam es zu der Tat? Der Türke Ercan D., genannt "CinCin", hatte den Wirt monatelang erpresst. Fast 25.000 Euro ergaunerte er sich, so lange, bis Alfredo seine Rechnungen nicht mehr zahlen konnte. Als der Angeklagte kein Geld mehr lieferte, folgten die Drohungen. Zertrümmerte Scheiben und Fotos von seinen Töchtern, hinterließ Ercan D. Alfredo als Warnung. Er solle seine Töchter "arbeiten schicken". Genauer gesagt: Sie sollten für ihn anschaffen gehen.

"Ich wollte nur, dass das aufhört", gesteht Alfredo S. vor Gericht. Nach der Arbeit kommt es zum Handgemenge zwischen den beiden. Ercan D. führt eine Schusswaffe mit sich, die Alfredo S. im Gemenge zu fassen bekam. Es löst sich ein Schuss, der Erpresser stirbt.

Alfredo S. geht geschockt nach Hause und dann zur Polizei. Betreten habe er das Revier aber nicht. Da im Restaurant bereits vor Wochen eine Grube ausgehoben wurde (für den Einbau eines Fettabschneiders), schmiss er die Leiche dort rein und schüttete die Grube zu. "Damit es nicht auffiel, verlegte ich im ganzen Restaurant neuen Fußboden", so Alfredo S. vor Gericht. Die Polizei fand die Leiche mit Hilfe von Spürhunden. Die Fortsetzung des Prozesses findet am 26. Mai statt.

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ife/sba/news.de

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