Von news.de-Redakteurin - 09.05.2016, 07.30 Uhr

Merkurtransit am 09.05.2016: Sehen Sie die Mini-Sonnenfinsternis auch in Deutschland

Was für ein Spektakel! Am Montag (09.05.2016) wandert der Merkur als kleiner Punkt über die Sonnenscheibe. Wie Sie den Merkurtransit in Deutschland beobachten können, erfahren Sie hier.

Am 9. Mai 2016 schiebt sich Merkur vor die Sonne. Bild: dpa

Am Himmel ereignet sich am Montag, 09.05.2016 ein kosmisches Schauspiel der Extraklasse. Der Merkur zieht an der Sonne vorbei. Der Merkur ist dabei als kleiner Punkt erkennbar. Das Besondere an der Mini-Finsternis: Sie ist seltener als ihre großen Verwandten. Sonnen- und auch Mondfinsternisse sind bedeutend häufiger zu beobachten.

Merkur vor Sonne 2016: Die beste Beobachtungszeit

Der Merkurdurchgang beginnt um 13.12 Uhr mit dem Eintritt am Ostrand der Sonne und endet um 20.41 Uhr. Die kürzeste Entfernung zum Sonnenmittelpunkt ist gegen 16.57 Uhr erreicht. Wer keine Zeit hat, muss sich bis zur nächsten Mini-Finsternis gedulden. Merkurtransite sind nämlich noch seltener als Sonnen- und Mondfinsternisse.

Im 21. Jahrhundert schiebt sich der sonnennächste Planet insgesamt nur 14 Mal vor die Sonne. Zudem sind nicht alle Merkurdurchgänge von Mitteleuropa aus zu sehen. Zuletzt konnte das Schauspiel 2003 von Deutschland aus beobachtet werden, das nächste Mal ist es erst wieder 2019 möglich.

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Wolken erschweren voraussichtlich im Süden, Westen und Osten die Sicht. "Die Chancen stehen im Norden besser als im Süden", sagte Meteorologin Sabine Krüger vom Deutschen Wetterdienst. Grund dafür ist das Hoch "Peter", dass sich im Norden der Bundesrepublik länger hält.

Fernrohr oder Sternwarte: So können Sie den Merkurtransit beobachten

In unserem Sonnensystem ist Merkur mit einem Durchmesser von fast 4.900 Kilometern der kleinste Planet. Mit bloßen Augen ist der Merkurtransit am Montag leider nicht zu sehen. Astronomiefans benötigen hierfür unbedingt ein Fernrohr mit mindestens 50-facher Vergrößerung und ein stabiles Stativ. Doch Vorsicht: Niemals ohne geeigneten Filter in die Sonne schauen. Wem der nicht zur Verfügung steht, dem bleibt nur noch der Gang in eine Sternwarte.

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bua/sam/news.de/dpa

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