21.04.2016, 09.06 Uhr

Tinder, Lovoo und Co.: Regierung warnt vor Sex-Krankheiten durch Dating-Portale

Egal ob schneller Sex, langfristige Beziehung oder flüchtiger Flirt - all das bieten Dating-Portale wie Tinder oder Lovoo. Doch was Dating-Seiten außerdem mit sich bringen können, sind gefährliche Geschlechtskrankheiten.

Durch die Nutzung von Online-Dating-Portalen kommt es zu einer Zunahme von Infektionen mit sexuell übertragbaren Krankheiten. Bild: Fotolia/georgejmclittle

Flirten, Spaß haben oder sich verlieben - all das wünschen sich Nutzer von Dating-Portalen wie Tinder, Parship oder Lovoo. Doch was sie außerdem bekommen können, sind Geschlechtskrankheiten! Die Bundesregierung warnt vor einer Zunahme von Infektionen mit sexuell übertragbaren Krankheiten durch Internet-Datingportale!

Regierung warnt vor Sex-Krankheiten durch Dating-Seiten

Der Grund: Die Möglichkeiten der sozialen Netzwerke und Datingportale "verändern und erleichtern die Kontaktaufnahme", heißt es in einem Regierungsbericht über die Strategie zur Eindämmung sexuell übertragbarer Infektionen. Die Regierung fordere "Bild" zufolge daher, dass "die Bedeutung von Dating-Portalen zur Kontaktanbahnung sowie der Konsum von Party- und Sexdrogen in einer Teilgruppe von Männern, die Sex mit Männern haben", besonders berücksichtigt werden.

Zahl der Syphilis-Infektionen mehr als verdoppelt

Wie der Report enthüllt hat sich die Zahl der Syphilis-Infektionen von 2009 bis 2014 mehr als verdoppelt. Auch habe es 2014 zudem 3.200 HIV-Neuinfektionen gegeben. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts leben derzeit ca. 84.000 HIV-Infizierte. Die meisten HIV-Infektionen in Deutschland betreffen immer noch homosexuelle Männer. Ebenfalls angestiegen seien die Neuinfektionen mit Hepatitis B und und Hepatitis C.

Besonders gefährlich: Gonorrhö (Tripper), Chlamydien und Humane Papillomvirus

Außerdem gefährlich: Die Ansteckung mit Gonorrhö (Tripper), Chlamydien und der Humane Papillomvirus (HPV). Viele Erreger reagieren nicht mehr auf Antibiotika, was die Behandlung der Krankheiten erschwert. Die Regierung mahnt daher: "Jeder Mensch kann sich mit einer sexuell übertragbaren Infektion anstecken. Die Anzahl der Sexualpartner, die sexuelle Orientierung, Sexualpraktiken, psychische Instabilität sowie psychosoziale Faktoren haben Einfluss auf das Risiko, sich zu infizieren."

Gefährdet seien vor allem Drogenkonsumenten, die Partydrogen wie Crystal und Speed nehmen. "Durch den Konsum dieser Drogen werden sowohl Sexual- als auch das Schutzverhalten beeinflusst."

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sba/ife/news.de

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