13.04.2016, 12.39 Uhr

Massensuizid in Kanada: Mysteriös! Warum ein ganzes Dorf Selbstmord begeht

In einem kleinen Ort im Nordosten der kanadischen Provinz Ontario geschieht Schreckliches. Die Einwohner begehen massenweise Selbstmord. Nun schaltet sich sogar die kanadische Regierung ein.

Die Menschen des Ortes leiden unter ihrer Perspektivlosigkeit. Bild: news.de screenshot (youtube/The National)

Mysteriöse Vorgänge ereignen sich in einem Dorf im Nordosten der Provinz Ontario in Kanada. Im Ort des Stammes Attawapiskat kommt es immer wieder zu Suiziden, die die Gemeinde erschüttern. Wie der "Express" schreibt, haben einmal an einem einzigen Tag elf Dorfbewohner versucht, sich das Leben zu nehmen. Seit September 2015 sind die Suizidversuche auf über 100 angestiegen.

Die indigenen Völker haben in Kanada und den USA kaum Perspektiven

Das Dorf des Ureinwohner-Stammes ist verzweifelt und betreibt Ursachenforschung, denn vor allem junge Menschen versuchen oder begehen Selbstmord. Von den über 100 Suizidversuchen endeten 28 tödlich. Für sie kam jede Hilfe zu spät. Dabei wohnen gerade einmal 2000 Seelen in dem Dorf. Die Hauptursache für die hohe Selbstmordrate sieht die "New York Times" in der Perspektivlosigkeit, mit der sich die indigene Bevölkerung in Kanada (und in den USA) konfrontiert sieht.

Kanadas Regierung will den indigenen Völkern helfen

Die kanadische Regierung will dem freiwilligen Massensterben nun entgegentreten. Kanadas Premierminister Justin Trudeau will jedoch nicht nur dieser Ureinwohner-Gemeinde helfen. Er will die Infrastruktur, die Bildung und Trinkwasserversorgung auch für andere Stämme verbessern. Das Suizid-Dorf bekommt aber jetzt schon eine Soforthilfe: Sie haben ab sofort psychiatrische Berater und Gesundheitsbehörden vor Ort.

Folgen Sie News.de schon bei Facebook, Google+ und Twitter? Hier finden Sie brandheiße News, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

gea/kad/news.de

Empfehlungen für den news.de-Leser