Wenn Fotos tödlich sind: Diese Menschen starben am Selfie-Fieber

Das Smartphone ist unser ständiger Begleiter. Eine Begleiterscheinung: Der Selfie-Rausch, in dem manche einfach jede Vorsicht vergessen. Und dann kann es gefährlich werden, oder sogar das Leben kosten - wie bei diesen Menschen.

Xenia Ignatyeva wurde nur 17 Jahre alt. Bild: news.de screenshot (youtube/Trending Compilations)

Mit dem Smartphone kamen die Selfies. Praktisch ist so ein Handy mit Kamera ja schon. Überall, wo man ist, kann man ein Foto machen - und gegebenenfalls direkt mit Familie und Freunden - oder auch der ganzen Welt - teilen. Doch das Selfie-Fieber nimmt teils erschreckende Ausmaße an. Der Wunsch nach einer positiven Selbstdarstellung im Netz wurde bei folgenden Menschen so groß, dass er ihnen das Leben kostete.

19-jährige Chinesin stirbt an Gleisen

Der jüngste Fall: Eine 19-jährige Chinesin, die zu nah an den Gleisen posierte und zu sehr damit beschäftigt war ein Selfie von sich zu schießen. Sie wurde vom Triebwagen erfasst, schreibt die "Bild" und starb noch bevor der Notarzt eintraf. Und sie ist nicht die einzige, die die Gefahr für das vermeintliche perfekte Selbstporträt unterschätzt hat.

Courtney Sanford kurz vor ihrem Unfall. Bild: news.de screenshot (youtube/TomoNews US)

17-jährige Russin stürzt von Eisenbahnbrücke

Die 17-jährige Xenia Ignatyeva wollte sich von einer Eisenbahnbrücke ein Foto von sich und ihrer Heimatstadt Sankt Petersburg machen. Doch dann rutschte sie ab und griff, wohl aus Reflex, nach Starkstromkabel. Sie erlitt einen schweren elektrischen Schlag und fiel schließlich zu Boden. Die Polizei befürchtete, dass sie kurz nach dem Aufprall noch eine kurze Zeit gelebt haben könnte. Ingnatyevas Freundin Oksana Zhankova, welche sie an diesem Abend begleitet hatte, erlitt einen Schock.

Polnisches Paar stürzt in die Tiefe

Es ist eine unglaublich tragische Geschichte gewesen, die sich im August 2014 in Portugal zu trug. Vor den Augen der beiden Kinder, stürzt ein polnisches Ehepaar von einem 140 Meter hohem Kliff in die Tiefe. Beide sterben. Die Eltern waren beide gerade einmal 31 Jahre alt. Sie waren für einen Urlaubsschnappschuss über die Sicherheitsabsperrung gestiegen und hatten sich am Rand des Cabo de Roca-Felsen postiert. Sie hinterließen einen sechsjährigen Jungen und ein fünfjähriges Mädchen. Nachdem die Kinder psychologisch betreut wurden, wurden sie Verwandten der Familie anvertraut.

Happy-Selfie kostet 32-Jähriger das Leben

Courtney Sanford starb im April 2014 in einem Verkehrsunfall. Die 32-jährige schoss hinterm Steuer ihres Autos ein Foto von sich. Sie strahlt darauf und betitelt den Schnappschuss mit den Worten "The happy song makes me HAPPY" (dt.: Der Happy-Song macht mich glücklich"). Gemeint ist damit der damalige Hit "Happy" von Pharell Williams. Durch ihr Smartphone abgelenkt achtete Sanford nicht mehr auf den Verkehr. Sie geriet auf die Gegenfahrbahn und krachte in einen Müllwagen. Sie verstarb noch an der Unfallstelle.

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gea/saw/news.de

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