12.04.2016, 14.26 Uhr

ALS: Todkrank! 46-Jährige Münchnerin veröffentlicht Abschiedsbrief

Der Abschiedsbrief einer 46-Jährigen Münchnerin liest sich tragisch: Die vierfache Mutter wird an ALS sterben, die Krankheit, die durch die Ice Bucket Challenge weltweit Aufmerksamkeit erregte. Aber ein paar Eimer Eiswasser reichen eben nicht aus. So ist das schlimme Schicksal von Nina Zacher.

Auf Facebook veröffentlichte die 46-jährige Nina Zacher einen rührenden Abschiedsbrief (Symbolbild). Bild: alexkich - Fotolia.com

Durch einen witzigen Internet-Trend wurde sie bekannt: Die unheilbare Nervenkrankheit ALS. Eine 46 Jahre alte Münchnerin leidet an Amyotropher Lateralsklerose - und veröffentlichte nun einen Abschiedsbrief bei Facebook.

46-Jährige Mutter leidet unter ALS: Auf Facebook veröffentlicht sie Abschiedsbrief

Seit 2012 ist Nina Zacher an ALS erkrankt. Der vierfachen Mutter geht es zusehends schlechter, wie sie in ihrem Abschiedsbrief bei Facebook schreibt. Sie kann kaum noch essen, sprechen, sitzen. Ihre Knochen bohren sich durch die Haut. "Nach den tragischen Veränderungen der letzten Wochen wird das hier wahrscheinlich meine letzte Nachricht sein", postete Nina am Samstag. "Ich bin nur noch ein Schatten dessen, was und wer ich einmal war und mit nur noch knapp 35 Kilo auf 1,78 Meter mehr tot als lebendig."

Laut "Bild" sind in Deutschland rund 7.000 Menschen betroffen. Die meisten sterben an Ersticken, da die Atemmuskulatur versagt. ALS führt durch immer stärkere Muskellähmungen zum Tod. Die Familie Zacher rechnet dem Blatt zufolge täglich damit, dass die Mutter morgens nicht mehr aufwacht.

Nach den tragischen Veränderungen der letzten Wochen wird das hier wahrscheinlich meine letzte Nachricht sein. Ich bin...

Posted by Nina Zacher on Samstag, 9. April 2016

Ice Bucket Challenge reicht nicht aus: Über ALS muss aufgeklärt werden

Die erkrankte Mutter ging von Anfang an sehr offen mit ihrer Krankheit um, sprach in Markus Lanz' Talkshow darüber und veröffentlichte Facebook-Updates. Mit ein paar Eimern Eiswasser, die ausgeschüttet werden, ist es eben nicht getan. Über ALS müsse aufgeklärt werden, findet die 46-Jährige. Noch immer gibt es kein Medikament gegen die Krankheit. In ihrem letzten Post schreibt Zacher: "Ihr Lieben da draußen seid jetzt dann meine Botschafter, bitte erzählt weiter von dieser grausamen, immer noch unerforschten, unheilbaren, nicht therapierbaren Erkrankung, die den ganzen Körper lähmt, bis man schließlich erstickt."

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lvo/news.de

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