Prozessbeginn gegen Sex-Mob: So erlebte das Opfer (18) die Horror-Silvesternacht

Die Horror-Silvesternacht von Köln ist schon knapp über 100 Tage her. Jetzt hat der Prozess gegen eine mutmaßlichen Täter aus dem Sex-Mob begonnen. Zum Prozessbeginn sagte auch eines der Opfer aus. Sie erlebte traumatisches.

Prozessbeginn gegen Sex-Mob aus der Silvesternacht. Ein 18-jähriges Mädchen hat vor Gericht eine emotionale Aussage gemacht. Bild: fotolia/kmiragaya

Im Düsseldorfer Amtsgericht hat der erste Sex-Mob-Prozess begonnen. Vor Gericht steht Taoufik M. Er soll laut Anklage ein 18 jähriges Mädchen an Silvester sexuell genötigt und vergewaltigt haben. Zum Prozessbeginn sagt auch das Opfer selbst aus. So erlebte Sie den Horror an Silvester:

Prozessbeginn gegen Sex-Mob - Opfer sagt aus

Sie war mit vier Freundinnen unterwegs. Zusammen wollten Sie in der Düsseldorfer Altstadt feiern. Doch dann seien sie auf der Bolkerstraße von 15 bis 20 Männern umstellt worden. "Wir kamen da nicht weg, überall spürte ich Hände." Am Busen, am Po, im Genitalbereich - überall sei sie angetatscht worden, es habe sich angefühlt wie "Herumreichen". Drei Minuten habe die Attacke gedauert: "Ich hatte Angst, vergewaltigt zu werden."

Opfer erkannte Angeklagten bei Spiegel TV

Zunächst konnte sie keine Gesichter erkennen. Als sie endlich weglaufen konnte, habe ihr plötzlich jemand das Kleid hochgehoben und ihr an den Po gefasst. Sie drehte sich um und sah Taoufik M., der sie in einer fremden Sprache anbrüllte und bedrohte. Wochen später erkannte sie ihn dann schließlich bei "Spiegel TV" wieder und erstattete Anzeige.

Als sie den Angeklagten bei "Spiegel TV" sah, sei sie zunächst völlig überzeugt gewesen, den Täter vor sich zu sehen. Vor Gericht war sie sich dann nicht mehr ganz so sicher. Auf mehrfacher Nachfrage des Richters sei jetzt nicht mehr zu 100 Prozent sicher, ob sie auf der Anklagebank wirklich den Täter der Silvesternacht erkenne – oder nur das Gesicht aus dem Fernsehen. Bei einer Verurteilung drohen dem 33-Jährigen, der zudem noch wegen Sachbeschädigung und gefährlicher Körperverletzung angeklagt ist, laut "Bild" bis zu vier Jahre Haft.

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jko/ruc/news.de

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