Empörung auf Twitter: Skandal! Hamburger Edeka verkauft rechtes Magazin

Ein Sturm der Entrüstung tobt auf Twitter: Offensichtlich hat ein Edeka-Markt in Hamburg das rechte Magazin "Compact" verkauft, wie das Foto eines Journalisten deutlich macht. Die Empörung in den sozialen Netzwerken ist so groß, dass sich die Firma zum Handeln genötigt sah.

Eine Edeka-Filiale in Hamburg hat das rechte Magazin "Compact" verkauft und damit für Entrüstung auf Twitter gesorgt. (Symbolbild) Bild: dpa

Auf Twitter sorgt aktuell ein Foto für Empörung über die Supermarkt-Kette Edeka. Der Journalist Benjamin Laufer twitterte am 4. April ein Foto, das er in der Edeka-Filiale in Hamburg-Altona geschosssen hat. Darauf zu sehen ist das rechte Magazin "Compact", das in einer März-Sonderausgabe über die angebliche Zensur in Deutschland berichtet, wie die "Huffington Post" bereits am Dienstag mitteilte.

Edeka distanziert sich von rechtem Gedankengut

"Das ist wohl der Rechtsruck, von dem alle reden", kommentiert Laufer das Foto. Andere Nutzer sind weniger zurückhaltend und weisen auf den offensichtlichen Widerspruch hin: "Der Hammer ist wirklich, dass die Leute Zensur brüllen - und es gibt das Magazin sogar im Supermarkt."

Edeka reagierte umgehend. In einer direkten Antwort zu Laufers heißt es: "Es ist keine Absicht von uns gewesen und wir haben diese Zeitung aus dem Sortiment genommen". Auf Anfrage der "Huffingten Post" bei Edeka, hieß es weiterhin, dass sich das Unternehmen von jedem rechten Gedankengut distanziere.

Erst kürzlich sind zwei Polizeibeamte in Jena zwangsversetzt worden, weil sie das "Compact"-Magazin bei einer AfD-Kundgebung hinter der Windschutzscheibe ihres Einsatzwagens deutlich sichtbar angebracht hatten.

Folgen Sie News.de schon bei Facebook, Google+ und Twitter? Hier finden Sie brandheiße News, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

kad/saw/news.de

Empfehlungen für den news.de-Leser