06.04.2016, 12.05 Uhr

Apokalypse durch Phlegräische Felder: Europas Supervulkan kann uns den Weltuntergang bringen

Eine verheerende Eruption könnte es bald nahe des Vesuv geben. Die phlegräischen Felder, ein ganzes Vulkangebiet, könnte dort ohne Vorwarnung ausbrechen. Bringt uns dieser Super-Vulkan den Weltuntergang?

Direkt neben der italienischen Millionenstadt Neapel liegt ein Supervulkan. Bild: dpa

Packen Sie schon einmal ihre Sachen für den Ernstfall! Die Erde könnte mal wieder untergehen. Kein Riesen-Asteroid, keine Mega-Flutwelle, kein Giga-Erdbeben könnte unser Ende herbeiführen. Dafür ein europäischer Supervulkan - die Phlegräischen Felder, ein ganzes Vulkangebiet westlich des Vesuv, könnten offenbar jeder Zeit ohne Vorwarnung ausbrechen. Bringt uns der Super-Vulkan die Katastrophe, die Endzeit-Anhänger immer wieder propagieren?

Der Supervulkan im Nordwesten Neapels hebt den Boden weiter an - in den vergangenen Jahren mehrere Zentimeter im Monat. Das zeigen von der Europäischen Raumfahrtbehörde Esa verbreitete Bilder des europäischen Satelliten Sentinel 1A, die auf Messungen zwischen Oktober 2014 und März 2015 beruhen.

Europäischer Super-Vulkan vor Ausbruch: Folgen für andere Regionen nicht absehbar

"Da braut sich was zusammen, aber ob und wann es letztlich zu einem Ausbruch kommt, kann niemand sagen", sagt Thomas Walter vom Geoforschungszentrum Potsdam. Etwa zwei Millionen Menschen leben im Einflussgebiet der Phlegräischen Felder. "Und eine Evakuierung in sehr kurzer Zeit ist dort unmöglich, da wäre mindestens eine Woche nötig", schätzt Walter. Wie beim Ausbruch des Vesuv drohen Wolken aus Gas, Gestein und Asche, die mehrere Hundert Grad heiß sind und die Hänge hinabrasen. Man spricht von pyroklastischen Strömen. Die Folgen für andere Regionen ließen sich nicht vorhersagen - global seien sie aber in jedem Fall.

Apokalypse durch Supervulkan?

Viel hänge davon ab, welche Jahreszeit gerade sei und welche Luftströme es gebe, erklärt Volker Wulfmeyer vom Institut für Physik und Meteorologie (IPM) der Universität Hohenheim. Prinzipiell habe sich am Einfluss von Vulkanen bei allem Fortschritt wenig verändert, die Landwirtschaft werde in gleichem Maße beeinflusst wie einst - es gebe jedoch inzwischen weit mehr Menschen. "Wir können nun mal keine künstliche Sonne aufhängen."

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