Erhöhung gerechtfertigt?: Rundfunkbeitrag soll auf über 19 Euro steigen

Der monatliche Beitrag für Rundfunk und Fernsehen könnte ab 2021 auf über 19 Euro steigen. Anlass seien gestiegene Produktionskosten. Hier erfahren Sie alles zu den Hintergründen.

Der Rundfunkbeitrag könnte ab 2021 auf über 19 Euro steigen. Bild: Maurizio Gambarini/dpa

Droht die nächste Erhöhung der Rundfunkgebühren? Laut einem Bericht des Branchendienstes "Medienkorrespondenz" könnten Kunden ab 2021 höhere Beiträge für TV und Fernsehen zahlen – und das obwohl demnächst eine Senkung der Gebühren geplant ist.

Rundfunkbeitrag ab 2021 über 19 Euro?

Das Blatt beruft sich auf Informationen aus einer Konferenz zwischen der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) und Vertretern der Länder. Das Treffen soll bereits an 24. Februar in Berlin stattgefunden haben, berichtet "Bild". Die eigentlich positive Nachricht: Die KEF spricht sich für die nächste Beitragsperiode von 2017 bis 2020 für eine Senkung des Beitrags von derzeit 17,50 Euro auf 17,21 Euro aus. Weniger schön: In der darauffolgenden Periode könnte die Gebühr jedoch auf über 19 Euro steigen.

Steigender Budgetbedarf führt zu Gebührenanpassung

Generell gibt die KEF keine Einschätzungen über den unmittelbar bevorstehenden Beitragszeitraum hinaus an. Der Branchendienst "Medienkorrespondenz" schließt daher darauf, dass ein Dilemma bei der Finanzierung des öffentlichen Rundfunks gäbe. Trotz Mehreinnahmen in den vergangenen Jahren steigt der Budgetbedarf bei der Produktion für Sendungen von Funk und Fernsehen. Um diesen Bedarf aufzufangen, könnten die Sender entweder drastische Sparmaßnahmen durchsetzen oder eben die Gebühren erhöhen. Eine Entscheidung über die Höhe des Beitrags von 2017 bis 2020 fällen die Ministerpräsidenten der Bundesländer am 16. Juni 2016.

Lesen Sie auch: GEZ-Urteil! Rundfunkbeitrag ist KEINE Steuer.

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jat/news.de

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