Terror-Anschläge in Brüssel 2016
Diese Auswirkungen sollten Reisende beachten

Eine aktuelle Reisewarnung gibt es nicht, doch das Auswärtige Amt warnt nach den Anschlägen in Brüssel zur Vorsicht. Was Reisende jetzt wissen müssen, lesen Sie hier.

Nach mehreren Explosionen u.a. am Flughafen herrscht in Brüssel Chaos. Bild: Olivier Hoslet/dpa
  • Mehrere Tote und Verletzte nach Terroranschlägen in Brüssel
  • Flughafen und Metro-Stationen evakuiert, Bahnhöfe geschlossen
  • Vorerst keine Flüge und Züge von oder nach Brüssel

Nach den mutmaßlichen Terroranschlägen von Brüssel liegt das öffentliche Leben in der belgischen Hauptstadt lahm. Die Lufthansa hat auch alle für Mittwoch geplanten Flüge von und nach Brüssel gestrichen. Betroffen seien 28 Verbindungen von und nach Brüssel mit 2200 Passagieren, sagte ein Sprecher. Ob am Donnerstag alle geplanten Flüge stattfinden können, werde sich im Laufe des Mittwochs ergeben.

Nach Anschlägen in Brüssel weiter Kontrollen auch in Frankfurt

Nach den Terroranschlägen in Brüssel hat sich die Lage am Frankfurter Flughafen auch am Mittwoch noch nicht wieder ganz normalisiert. Die Lage in Brüssel werde weiter sehr genau beobachtet und bewertet, sagte Bundespolizei-Sprecher Christian Altenhofen. In den "sensiblen Bereichen des Flughafens" würden besondere verdeckte und auch offene Sicherheitsmaßnahmen getroffen. Genauere Angaben machte Altenhofen nicht. "Brüssel spielt auf jeden Fall weiter eine Rolle", sagte er.

Auswärtiges Amt mahnt nach Terror in Brüssel zu erhöhter Wachsamkeit

Das Auswärtige Amt mahnt zu besonderer Vorsicht. In einem Sicherheitshinweis, der am Dienstag veröffentlicht wurde, heißt es: "Reisende in Brüssel werden dringend gebeten, sich in der Stadt nur mit erhöhter Aufmerksamkeit und Wachsamkeit zu bewegen." Zugleich rief das Auswärtige Amt dazu auf, größere Menschenansammlungen zu meiden und Weisungen der belgischen Sicherheitskräfte unbedingt zu befolgen.

Reisenden wird empfohlen, sich über die aktuelle Sicherheitslage fortlaufend zu informieren. Das Ministerium richtete auch eine Notfallnummer für Fragen ein: 030 / 5000-3000. Wer sich vor Ort aufhält, sollte ein nationales Ausweisdokument wie einen Personalausweis oder Reisepass unbedingt mit sich führen.

Flugverkehr von und nach Brüssel liegt lahm - Flüge umgeleitet

Von deutschen Flughäfen werden voraussichtlich bis auf Weiteres keine Maschinen nach Brüssel starten. In Hamburg sollten am Dienstag eigentlich je vier Flüge nach Brüssel abheben und vier aus der belgischen Hauptstadt ankommen. Laut Homepage wurden alle Flüge für Dienstag gestrichen. Auch Tegel und Schönefeld schicken vorerst keine Flüge nach Brüssel.

Reisenden wird empfohlen, sich bei ihrer jeweiligen Airline nach dem aktuellen Flugstatus zu erkundigen. Sie müssen sich auch auf verstärkte Sicherheitsvorkehrungen an den deutschen und europäischen Flughäfen einstellen. Zudem kann es durch umgeleitete Flüge zu Verzögerungen auf anderen Strecken kommen.

Kostenlose Umbuchung oder Stornierung eine Sache der Kulanz

Wer eine geplante Reise nach Brüssel oder Belgien kurzfristig umbuchen oder absagen will, ist häufig auf die Kulanz der Reiseveranstalter angewiesen. Bei einem Terroranschlag kann wegen höherer Gewalt jedoch meist kostenlos umgebucht oder storniert werden. Dafür gelten zum Teil enge Fristen, ansonsten können hohe Gebühren anfallen.

Neben dem Flug- ist auch der Bahnverkehr beeinträchtigt. Nachdem die Polizei alle Bahnhöfe der Stadt geschlossen hat, verkehren laut Eurostar vorerst keine Züge von und nach Brüssel. Auch die Deutsche Bahn hat den Zugverkehr in die belgische Hauptstadt folglich eingestellt.

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zij/bua/hos/news.de/dpa

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