Besitz von Kinderpornographie
Verurteilter Kinderschänder erneut vor Gericht

Ein Insasse der JVA Bautzen steht wegen Besitzes von Kinderpornos erneut vor Gericht. Der verurteilte Kinderschänder war 2007 aus der Haft entlassen worden und verging sich erneut an einem Kind. Seither befindet er sich in der Sicherungsverwahrung. Unklar ist bislang, wie das kinderpornographische Material in die Anstalt gelangen konnte.

Ein Insasse der JVA Bautzen steht wegen Besitzes von Kinderpornos erneut vor Gericht. Bislang ist unklar, wie das Material in den Trakt der Sicherungsverwahrung gelangen konnte. Bild: fotolia.com/bibi

Ein wegen sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen verurteilter Gefängnisinsasse der JVA Bautzen ist aufgrund des Besitzes von kinderpornographischen Materials erneut angeklagt worden:

Bereits im Mai letzten Jahres hatten Beamte bei einer Routinekontrolle in den Räumen von Dirk R. (33) unter einer Badematte einen USB-Stick mit zehn kinderpornographischen Fotos von Jungen und Mädchen gefunden. Dies berichtet die "Bild"-Zeitung. Nun steht der verurteilte Kinderschänder erneut vor dem Landgericht.

Angeklagter bereits zweimal wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt

Dirk R. soll bereits von 2004 bis 2007 in Haft gesessen haben, weil er einen 12-Jährigen missbraucht hatte. Nach seiner Entlassung blieb er Terminen mit seinem Bewährungshelfer fern - und missbrauchte erneut ein Kind, dieses Mal ein 13-jähriges Mädchen. Die Konsequenz: 3,5 Jahre Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung.

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Laut "Bild.de" gingen die Richter davon aus, dass von dem 33-Jährigen weiterhin schwere Straftaten zu erwarten seien. Seither sitzt R. in einem Apartment eines speziellen Trakts der JVA Bautzen.

JVA Bautzen: Wie kam der USB-Stick in die Sicherungsverwahrung?

Unklar ist bislang, wie der USB-Stick mit dem kinderpornographischen Material in die Anstalt kam. Eine interne Prüfung soll ohne Ergebnisse geblieben sein. Auf der Station, in der zur Zeit 31 Insassen wohnen, soll es lediglich einen Gemeinschaftscomputer ohne Internetzugang geben.

Allerdings soll jeder Verwahrte einen eigenen Account für die Nutzung des Geräts haben. So könnte R. sich die Bilder angeschaut haben. Der hingegen streitet alles ab. Sein Anwalt sagte der "Bild", sollte sein Mandant erneut verurteilt werden, könne sich dieses Verhalten negativ auf eine mögliche Entlassung auswirken.

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lid/bua/news.de

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1 Kommentare
  • Plumbum

    22.03.2016 11:33

    Warum haben Kinderschänder überhaupt einen Computer bzw Zugang zum Internet? Ein lebenslanges Verbot wäre die Konsequenz. Sie gehören eingesperrt und haben keinen Zugang mehr zu der öffentlichen Medien.

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