Amazon investiert
Packen bald nur noch Roboter die Pakete?

Der Online-Händler Amazon plant eine millionenschwere Investition am Standort Leipzig, um Pakete noch schneller verschicken zu können. Kritiker befürchten durch die Modernisierung einen drastischen Stellenabbau. Doch stimmt das?

Amazon investiert am Standort Leipzig 1,2 Millionen Euro und will mittels Förderbänder Zeit sparen. Bild: dpa

Amazon rüstet auf. Am Standort Leipzig investiert der Online-Händler über eine Million Euro, um vor allem im Faktor Zeit noch schneller und flexibler zu werden. Vor allem die Arbeitergewerkschaft "ver.di" vermutet durch die technische Aufrüstung einen Verlust von Arbeitsplätzen und kritisiert das Vorhaben scharf. Doch fallen tatsächlich Arbeitsplätze durch die Investition weg?

1,2 Millionen für Modernisierung

Im Online-Handel dreht sich alles vor allem um eins: Zeit. Immer schneller soll die Ware beim Kunden sein. Mit dem "Evening-Express" können Amazon-Besteller die Ware sogar morgens ordern und abends schon in Empfang nehmen. In Leipzig, dem zweitältesten Standort in Deutschland, investiert der Konzern jetzt 1,2 Millionen Euro, um zum einen das Packsystem zu modernisieren und um zum anderen eben nicht schneller, sondern effektiver und flexibler zu werden. Denn der Kunde ist König und der will gar nicht immer alles sofort haben.

Zeitersparnisse durch Förderbänder

In Leipzig soll vor allem das sogenannte "Pickingsystem" modernisiert werden. Als "Picking" wird der Vorgang bezeichnet, bei dem die Ware aus dem Regal zur Verpackungsstation kommt. In dem riesigen und mehrere Stockwerke großen Lager in Leipzig, kann ein einzelner Mitarbeiter für mehrere Bestellungen schon einmal mehrere Stunden brauchen. Die geplante Investition soll diesen Vorgang mittels Förderbänder beschleunigen. Auch sollen die "Picker" anders eingesetzt werden, da die Warenbeförderung dann automatisiert vonstatten geht. Dadurch sollen Pakete effektiver und zeiteffizienter gepackt werden können.

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