Viele Stadtteile betroffen
Erneuter Chemieunfall in Hamburg

Schon wieder kam es in Hamburg zu einem Chemieunfall. Mehrere Stadtteile sollen dabei betroffen sein. Die Polizei warnt Anwohner vor giftigen Dämpfen, die durch die Reaktion zweier Säuren entstanden sind.

Wasser marsch! Nicht immer kann die Feuerwehr Chemieunfälle durch Löschen bekämpfen. In Hamburg mussten die Dämpfe beispielsweise zunächst abgesaugt werden. Bild: Fotolia/Jürgen Feldhaus

Ein Chemieunfall hat am Montag in Hamburg zu großer Unruhe geführt. In einer Lagerhalle im Stadtteil Steinwerder habe ein Gabelstapler ein 1000-Liter-Fass Schwefelsäure beschädigt, schilderte die Polizei. Dabei sei knapp die Hälfte der Säure ausgetreten.

Zudem sei bei dem Unfall ein weiteres 1000-Liter-Fass Salpetersäure von einem Regal gestürzt und zerbrochen, sagte ein Feuerwehrsprecher. Über Verletzte war zunächst nichts bekannt. Durch die Reaktion der beiden Säuren habe sich giftiger Dampf entwickelt.

Chemieunfall in Hamburg: Anwohner sollen Fenster geschlossen halten

Anwohner in den Stadtteilen Steinwerder, HafenCity, Alt- und Neustadt, Wilhelmsburg, Kleiner Grasbrook und Klostertor bat die Feuerwehr, die Fenster geschlossen zu halten. Um an die Unfallstelle in der Halle zu gelangen, musste die Feuerwehr erst mal die giftigen Dämpfe im Gebäude absaugen.

Chemieunfall im August 2015: Reizungen und Evakuierung

Bereits im vergangenen Jahr war es auf dem Gelände einer Chemiefirma in Hamburg zu einem ähnlichen Vorfall gekommen. Damals war eine mit Wasserdampf vermischte ätzende Lauge aus einem stationären Tank der Firma ausgetreten und hatte einen Großeinsatz der Polizei und Feuerwehr ausgelöst.

Bei dem Vorfall im August 2015 mussten mehr als 100 Gäste eines Hotels evakuiert werden. 45 Menschen hatten über Reizungen der Atemwege und der Augen geklagt. Ob es auch jetzt wieder Verletzte gab, ist derzeit noch nicht bekannt.

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mie/jko/news.de/dpa

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