Galatasaray gegen Fenerbahce
Terrordrohung: Fußball-Derby in Istanbul abgesagt

Das für Sonntagabend um 19 Uhr geplante Fußball-Derby zwischen Galatasaray Istanbul und Fenerbahce ist aufgrund einer Terrordrohung gegen die Türk Telekom Arena in Istanbul abgesagt worden. Auch der deutsche Nationalspieler Lukas Podolski ist betroffen.

Galatasaray-Stadion in Istanbul. Bild: dpa

Das Fußball-Derby zwischen Galatasaray und Fenerbahce in der Süper Lig am 20. März ist aufgrund einer Terror-Drohung etwa zwei Stunden vor Anpfiff abgesagt worden. Dies berichtet die "Bild"-Zeitung online. Das Match hätte um 19 Uhr beginnen sollen. Wann es nachgeholt wird, ist derzeit nicht bekannt.

Es habe eine Anschlagsdrohung an die Türk Telekom Arena in Istanbul gegeben. In diesem Stadion trägt der Fußballclub und Erstligist Galatasaray Istanbul seine Heimspiele aus. Seit Sommer letzten Jahres gehört auch der deutsche Nationalspieler Lukas Podolski (30) zu den Spielern des Vereins. Noch am Sonntagmittag hatte er via Twitter geschrieben: "Es ist Derby-Zeit".

Terror in der Türkei: Bombenspürhunde im Stadion

Laut "Bild.de" erklärte das Istanbuler Gouverneursamt, die "Sorgfalt nach den Vorfällen, die in den letzten Tagen in unserer Stadt passierten", sei ausschlaggebend für die Entscheidung gewesen. In einer weiteren Erklärung war von "ernstzunehmenden Einschätzungen" der Sicherheitsbehörden die Rede. Außerdem hätten beide Vereine die Spielabsage befürwortet.

Schon am Vormittag berichtete der Nachrichtensender "CNN Türk", dass Einsatzkräfte mit Spürhunden das Stadion nach versteckten Bomben absuchten. Zunächst hatten türkische Medien gemeldet, dass die Partie aufgrund der Sicherheitsbedenken ohne Zuschauer stattfinden werde.

Galatasaray-Fans müssen Türk Telekom Arena in Istanbul wieder verlassen

Hunderte Galatasaray-Anhänger, die sich am frühen Abend bereits im Stadion befanden, wurden aufgefordert, die Arena wieder zu verlassen. Kurz darauf erklärte der türkische Fußballverband (TFF), dass das Spiel nach Anweisung des Istanbuler Gouverneursamts verschoben werde.

Einen Tag nach dem Bombenanschlag in einer belebten Istanbuler Einkaufsstraße mit mehreren Toten und 39 Verletzten haben die Verantwortlichen auch allen Grund zur Vorsicht: Der Mann, der sich am Samstag in die Luft sprengte, soll aus dem türkischen Gaziantep stammen und Kontakte zur Terrormiliz Islamischer Staat unterhalten haben.

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lid/news.de/dpa

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