Extreme Wasserknappheit
Deutschland trocknet aus! WWF warnt vor Katastrophe

Sauberes Wasser ist ein Menschenrecht. Noch immer müssen 780 Millionen Menschen darauf verzichten. Laut WWF kann sich diese Situation dramatisch verschärfen - auch in Deutschland wird Wasser immer knapper und die Qualität schlechter.

Durch die Globalisierung wirken sich Dürren, wie hier in Kalifornien, auch auf Mitteleuropa aus. Bild: Michael Nelson/dpa

Wasser wird nach Prognosen der Umweltstiftung WWF in Zukunft immer knapper und das bei gleichzeitig sinkenderQualität. Bereits heute hätten mehr als 780 Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser, teilte der WWF mit.

Der Bedarf an Wasser könne laut WWF bis 2050 um mehr als 50 Prozent steigen. Dann drohten auch ökologische, wirtschaftliche und soziale Katastrophen.

Hoher Verbrauch von Wasser

Als Ursachen für die Entwicklung nennt die Umweltorganisation, dass immer mehr Menschen auf der Erde leben, dass der Verbrauch zunimmt und der Klimawandel sich mittlerweile bemerkbar macht. Bereits in den vergangenen 100 Jahren seien weltweit mehr als die Hälfte der Flusssysteme, Moore und Seen auf der Erde verschwunden.

WWF warnt: Wasserknappheit bedroht auch Deutschland

Der WWF betont, dass auch Deutschland ein Wasserproblem bevorstehe: Gerade die Wirtschaft sei angewiesen auf Produkte, die im Ausland unter Einsatz großer Wassermengen hergestellt oder gefördert werden: spanisches Gemüse, indische Baumwolle, Metalle aus Südafrika.

Jeder Deutsche verbraucht laut WWF pro Tag rund 120 Liter Wasser, etwa fürs Duschen, Putzen und zum Trinken. Wird das für unsere Nahrung und Konsumgüter verbrauchte Wasser eingerechnet, liege der Verbrauch pro Tag bei knapp 5.300 Litern.

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FOTOS: Umweltverschmutzung Die schmutzigsten Flüsse der Welt

bua/zij/news.de/dpa

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4 Kommentare
  • Antonietta

    21.03.2016 15:56

    "hoher Verbrauch von Wasser": So stecken hinter der Produktion von einem Kilo Fleisch sage und schreibe 15.500 Liter Wasser! Diese hohe Menge, mit der man ein Jahr lang täglich duschen könnte, setzt sich aus der Bewässerung der Futtermittel sowie dem Bedarf der Tiere nach Trinkwasser zusammen. Außerdem müssen Ställe gereinigt werden und die „Weiterverarbeitung“ in Schlachthöfen ist auch sehr wasserintensiv. Vergleicht man allgemein tierische und pflanzliche Produkte, so ist klar ersichtlich, dass die pflanzlichen wesentlich wassersparender sind.

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  • Uwe Möller

    18.03.2016 13:56

    Na klar WWF, wir Deutschen sind schuld. Bei unseren Wasserpreisen kenne Ich keinen der diesen angegebenen Verbrauch erreicht noch übertrifft. Es soll mir einer vom WWF erklären wie ich durch mein Wasserverbrauch in Deutschland das wasservorkommen in der Welt unmittelbar beeinflusse.

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  • Uwe Möller

    18.03.2016 13:56

    Na klar WWF, wir Deutschen sind schuld. Bei unseren Wasserpreisen kenne Ich keinen der diesen angegebenen Verbrauch erreicht noch übertrifft. Es soll mir einer vom WWF erklären wie ich durch mein Wasserverbrauch in Deutschland das wasservorkommen in der Welt unmittelbar beeinflusse.

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