Staatssekretärin tritt zurück
Wirbel um Touristen-Mord in Ecuador

Auf einer Tourismusmesse in Berlin äußerte sich die ecuadorianische Tourismus-Sekretärin Cristina Rivadeneira zu der Ermordung zweier Argentinierinnen. Nachdem das Tourismus-Ministerium Abstand nahm, zog sie jetzt die Konsequenzen und kündigte ihren Rücktritt an.

Trat nach ihren Äußerungen zum Mord an zwei argentinischen Touristinnen von ihrem Amt zurück: Staatssekretärin Cristina Rivadeneira. Bild: Twitter/https://twitter.com/crisrivadeneira/media

Zwei junge Argentinierinnen (22 und 21) waren Ende Februar an einem Strand in Ecuador ermordet worden. Die Staatssekretärin hatte den Opfern am Rande einer Tourismusmesse in Berlin Leichtsinnigkeit unterstellt. Nachdem das Tourismus-Ministerium Abstand nahm, zog sie jetzt die Konsequenzen.

Rivadeneira: "Das musste ihnen früher oder später passieren"

Nach dem Mord an zwei Argentinierinnen in Ecuador ist die Tourismus-Sekretärin des Andenlandes zurückgetreten, weil sie die Opfer als leichtsinnig bezeichnet hatte. Die Staatssekretärin Cristina Rivadeneira hatte der Deutschen Presse-Agentur am Rande der Tourismusmesse ITB in Berlin gesagt: "Das musste ihnen früher oder später passieren."

Die Frauen seien getrampt - ihre Leichen waren bei einem Strand in Montañita an der Pazifikküste gefunden worden. Die Aussagen der Staatssekretärin lösten eine Welle der Entrüstung aus. Rivadeneira kündigte am Donnerstag ihren Rücktritt über Twitter an und entschuldigte sich bei den Angehörigen der Ermordeten.

Zwei mutmaßliche Täter wurden Ende Februar festgenommen

Ein Schwager eines der Opfer kritisierte die Anschuldigungen in der Zeitung "La Nación": "Sie wollten niemals trampen, sondern mit dem Bus von Guayaquil nach Lima reisen", wurde er zitiert. Es sei die Aufgabe der Regierung, für die Sicherheit von Touristen in Ecuador zu sorgen."Ich entschuldige mich als Mutter und Tochter, meine Erklärungen sollten niemandem Schaden zufügen", schrieb Rivadeneira auf ihrem Twitter-Account. "Ich reiche meinen unwiderruflichen Rücktritt beim Tourismusministerium ein".

Das Tourismusministerium in Quito distanzierte sich von den Aussagen Rivadeneiras. Ecuadors Botschafter in Deutschland, Jorge Jurado, sagte, es gebe keine zunehmende Unsicherheit in seinem Land. Zwei mutmaßliche Täter wurden Ende Februar festgenommen. Die 22 und 21 Jahre alten Frauen sollen in einer Wohnung nahe des Strandes ermordet worden seien. Sie waren zunächst rund eine Woche vermisst worden. Ecuador fördert den Tourismus als eine alternative Einnahmenquelle zu den fallenden Erdölimporten.

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ruc/mie/dpa/news.de

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