Andreas Lubitz
Psychische Probleme des Copiloten schon 2008 bekannt

Kurz vor dem Jahrestag der Germanwings-Katastrophe sind neue Details zum Gesundheitszustand des Copiloten Andreas Lubitz bekanntgeworden. Schon kurz nach Beginn seiner Pilotenausbildung soll er unter massiven psychischen Beschwerden gelitten haben.

Andreas Lubitz war der Copilot von Todesflug 4U9525. Er hat den Flieger absichtlich zum Absturz gebracht. Bild: dpa

Wie die "Bild am Sonntag" unter Berufung auf Ermittlungsakten der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft und der französischen Unfalluntersuchungsbehörde BEA berichtet, litt Lubitz schon kurz nach Beginn seiner Ausbildung zum Piloten im Jahr 2008 unter massiven psychischen Beschwerden - darunter Schlafprobleme, Verlust von Geschmacks- und Geruchssinn und Hörstörungen.

Toxikologisches Gutachten: Andreas Lubitz erhielt Antidepessiva

Ärzte hätten dies als schwere depressive Episode eingestuft, berichtet das Blatt. Mit Mitrazapin und Cipralex habe Lubitz zwei starke Antidepressiva bekommen. Zudem seien nach dem Unglück in seinen Haaren Spuren des Schlafmittels Zolpidem gefunden worden. Aus dem Bericht der französischen Staatsanwaltschaft gehe hervor, dass Lubitz in den Monaten vor dem Absturz 41 Ärzte aufgesucht habe. Viele von ihnen erkannten demnach eine ernsthafte psychische Erkrankung, doch keiner habe Germanwings oder die Flugsicherheit informiert. Der BEA-Bericht soll am kommenden Sonntag der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Das Flugzeug war am 24. März 2015 mit 150Menschen an Bord auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf an einem Berg in den französischen Alpen zerschellt. Die Ermittler gehen davon aus, dass der 27-jährige Lubitz die Maschine absichtlich zum Absturz brachte.

Auch interessant: Andreas Lubitz' letzte E-Mail offenbart neue Details.

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5 Kommentare
  • Querdenker

    07.03.2016 17:14

    Ich gehe davon aus, dass Herr Lubitz an diesem Tag zu 100% dienstfähig war. Ich stelle auch das Ausbildungs.-u. ständige Kontrollsystem dieser Linienpiloten keineswegs in Frage. Ich glaube auch an das ausnahmslose Verantwortungsbewusstsein dieser Piloten. Den Copiloten nachher dann als Psychopaten abzustempeln empfinde ich daher als völlig an den Haaren herbei gezogen und sollte wohl nur zur Ablenkung von der Wahrheit, eines ev.Terroranschlags, und so zur Beruhigung der künftigen Fluggäste dienen. Wo kein Kläger dort ist bekanntlich auch kein Richter und ohne Geld findet man auch keinen Rechtsanwalt, der sich um die Wahrheit kümmern sollte.

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  • Andreas

    07.03.2016 05:56

    Der arme kranke Lubitz,er tut mir wirklich leid,die Aerzte die von seinem Zustand Wussten sollten zu Verantwortung gezogen werden

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  • Käpten

    06.03.2016 22:32

    An Querdenker . Der Name passt , denn wer so viele Menschen in den Tod reisst ,der kann nicht normal sein und das hätten die behandelnten Ärzte erkennen müssen . Komischer weise wussten gewisse Klugscheisser nachher alles schon vorher . Deshalb erst nachdenken und dann die Medien beschimpfen , deren Freund ich auch nicht immer bin .

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