Absturz von Flug 4U9525
Andreas Lubitz: Seine letzte E-Mail offenbart schockierende Details!

Die französische Staatsanwaltschaft hat einem Medienbericht zufolge erstmals die Ermittlungsakten zum Absturz des Germanwings-Fluges 4U9525 herausgegeben. Diese geben neue Einblicke in das Leiden des Co-Piloten Andreas Lubitz - und werfen Fragen über die Handlungen der Ärzte auf.

Germanwings-Co-Pilot Andreas Lubitz: Der Ermittlungsbericht der französischen Staatsanwaltschaft wirft vor allem Fragen an Lubitz' Ärzte auf. Bild: dpa

Als am 24. März 2015 der Germanwings-Flug 4U9525 in den französischen Alpen zerschellte, war der Verantwortliche für die Tragödie schnell gefunden: Der unter psychischen Problemen leidende Co-Pilot Andreas Lubitz. Dieser hatte kurz vor dem Absturz den eigentlichen Piloten aus dem Cockpit gesperrt und dann die Flughöhe des Airbus reduziert.

Einem nun veröffentlichten Bericht auf "Bild.de" zufolge war das psychische Leiden des Co-Piloten offenbar schwerwiegender, als bisher erachtet. Vor allem die letzte von ihm abgeschickte E-Mail an einen seiner Ärzte zeugt davon.

Germanwings-Tragödie mit 149 Toten: Co-Pilot hatte schwere psychische Probleme

Darin geht Lubitz auf eine visuelle Beeinträchtigung ein, die offenbar durch Stress und Schlafmangel ausgelöst wurde. Diese hätte sich seit einer Untersuchung durch die Uniklinik Düsseldorf weiter verschlimmert. Als Ursache nennt Lubitz auch die ihm verschriebenen Medikamente, die seine innere Unruhe jedoch nur weiter erhöht hätte.

"Weiß erscheint nicht mehr weiß und die Beleuchtung muss schon gut sein um einigermaßen sehen zu können" schreibt Lubitz über seine Sehstörung. Und weiter: "Wir hatten ja auch schon mit Ihnen über Psychologen gesprochen, allerdings fühle ich mich bei dem oft genutzten tiefenpsychologischen Ansatz (-Alter meiner Mutter bei meiner Geburt; nur als Beispiel-) nicht wohl und missverstanden. Natürlich lassen sich im letzten Jahr Auslöser finden, die aufgearbeitet werden können, aber ich bräuchte dringend Hilfe dabei Schlaf zu finden, den Stress zu reduzieren und für den Moment mit den Augen so umgehen zu können."

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9 Kommentare
  • Querdenker

    06.03.2016 18:23

    Meiner Tochter konnte vor einigen Jahren, durch das sogenannnte "Augenlasern", Ihre Brille bei eBay versteigern. Welche Ärzte haben denn diesbezüglich hier Herrn Lubitz behandelt und beraten ? Ganz offensichtlich fand man in seiner angeblichen Sehschwäche endlich das Haar in der Suppe aus dem man ihm auch diesen Strick drehen konnte. Duch diese Konstruktion konnte man, für " Otto Normalverbraucher" recht leicht nachvollziehbar, von einem eventuellen Terroranschlag abzulenken und so auch den Flugverkehr aufrecht halten. Und das hatte damals auch wirklich ganz wunderbar geklappt. ....kotz

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  • eono

    06.03.2016 00:35

    "Sehstörungen" davon war die ganze Zeit zu lesen. Wenn der junge Mann nicht einen unentdeckten Tumor im Kopf hatte der sich auf seinen Sehnerv gelegt hatte was aber vermutlich abgeklärt worden ist - die Augen selbst sind mit Sicherheit auch untersucht worden dann musste man abwarten, ob sich was wie wo herauskristallisiert. Die Zeit des Wartens ist da was? und wenn ja was? Krank geschrieben von einem Mediziner egal welcher Fachrichtung wird nicht gern gesehen. Es werden alle mehr oder weniger überfordert - alle hochgepusht Es war niemand dabei. Ich kann keinen Schuldigen erkennen.

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  • eono

    05.03.2016 22:52

    Er war doch krank geschrieben. Er hätte also zu Hause bleiben können. Das Problem scheint weniger der Patient und die Ärzteschaft vermutlich auch Hypochondrie/Hysterie/Überempfindlichkeit. Abzuwägen ihn zu beruhigen und stabil zu halten und ihn abzusichern ist das Eine. Das Problem sind insbesondere seit 1992 Arbeitg / Politik die Angst vor dem Verlust der Stelle wenn man auch nur EINEN TAG fehlt. Viel zu viele Deutsche in Amt und Behörden und sonstigen für Menschen zuständigen Stellen MALEN sich ihre Welt. Er traute es sich offenbar zu. Wir wissen nichts genaues. Auslöser können gering sein

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