"Wir hängen nicht nur Plakate auf"
Die Rechte schockt mit Wahlplakat - Staatsschutz eingeschaltet

Am 13. März finden in Sachsen-Anhalt Landtagswahlen statt. Die Partei Die Rechte sorgt im Vorprogramm bereits für Entsetzen. Ausgerechnet vor einer Asylunterkunft finden sich Wahlschilder der Extrem-Rechten. Darauf zu lesen: "Wir hängen nicht nur Plakate auf."

"Wir hängen nicht nur Plakate" Mit diesem Plakat vor einer Asylunterkunft schockt die Partei Die Rechte derzeit in Sachsen-Anhalt. Bild: twitter.com/robert_fietzke

Vor allem in sozialen Netzwerken wie Twitter und Facebook ist die Entrüstung über das Wahlplakat groß. So kommentierte eine Nutzerin, sie schäme sich als Sachsen-Anhalterin. Eine weitere meinte: "Geschmackloser geht's wohl nicht.... sollte man nicht prüfen lassen, ob diese Aussage nicht rassistisch ist und somit dem Grundgesetz widerspricht?"

Die Rechte schockt mit Wahlplakat: Staatsschutz ermittelt

Wie "volksstimme.de" nun berichtet, hat zudem der Staatsschutz mit Ermittlungen gegen die Partei Die Rechte begonnen. Die Untersuchungen würden auf eine Anzeige des Grünen-Landtagsabgeordneten Sören Herbst zurückgehen, teilte ein Polizeisprecher mit.

Offenbar ist die Partei bereits dem Bundesverfassungsschutz bekannt. Dem Artikel auf "volksstimme.de" zufolge beschreibt die Behörde Die Rechte als "Auffangbecken für Neonazis, die von Vereinsverboten betroffen sind". Die Ideologie sei durch Neonationalsozialismus und Fremdenfeindlichkeit geprägt."

"Wir hängen nicht nur Plakate": Wahlprogramm der Rechten in Sachsen-Anhalt

Die Rechte sorgte zuletzt für Aufsehen, als Sie die Errichtung eines drei Meter hohen Maschendrahtzaunes rund um Sachen-Anhalt forderte - "zum Schutz vor weiteren Invasoren". Zudem sollten Flüchtlinge nur noch in zentralen "Internierungslagern" gleich dem US-Gefängnis Guantanámo untergebracht werden. Bezüglich der Maschendrahtzaun-Forderung erklärte die Partei später, es handele sich dabei um eine Werbekampagne.

"Im Wahlprogramm versteckt war ein kleiner Witz: Die Forderung, die Landesgrenzen von Sachsen-Anhalt mit einem drei Meter hohen Maschendrahtzaun gegen Invasoren abzusichern; der Zaun sollte zudem zusätzlich gesichert sein. (Wie, verriet der Landesverband nicht; ein wenig muß ja auch der Phantasie überlassen bleiben.)", so Die Rechte auf ihrer Website.

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mie/news.de

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9 Kommentare
  • wolfgang

    02.03.2016 12:55

    Gefällt mir weiter so

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  • Redaktion

    01.03.2016 13:42

    Der Kommentar von "TSick" wurde aufgrund eines Verstoßes gegen unser Netiquette gelöscht.

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  • kanitvastan

    01.03.2016 12:07

    @mattenb, nehmen sie doch einen asylanten bei sich auf, teilen sie alles mit ihm, dann müßen sie sich über beifallklatscher nicht mehr beschweren und wir wären ihr dümmliches geschwätz los. denken sie an demokratie...

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