Nach Schoki-Vernichtung in 56 Ländern
Ist die Mars-Rückruf-Aktion nur ein riesiger Werbe-Gag?

Der US-Süßwaren-Hersteller Mars hat einen Mega-Rückruf gestartet. In 56 Ländern wurden Millionen Schoko-Riegel vernichtet - wegen eines kleinen Plastikteilchen in einem einzigen Riegel. Das weckt das Misstrauen der Verbraucherschützer.

Der Süßwaren-Fabrikant Mars ließ Millionen Schoko-Riegel vernichten. Bild: Lex Van Lieshout/dpa

Millionen Mars, Snickers, Milk Way und Celebrations-Riegel mussten gestern dran glauben. Sie fielen einer großen Vernichtungs-Aktion zum Opfer, weil ein Deutscher in einem Mars-Riegel ein Plastik-Teilchen gefunden hatte. Und das war nicht einmal einen halben Zentimeter groß. Dennoch Grund genug für den US-Süßwarenfabrikanten, seine gesamte Produktpalette in 56 Ländern zu vernichten. Ein unverhältnismäßiger Vorgang?

Ist die Mars-Rückruf-Aktion nur ein riesiger Werbe-Gag?

Nach Meinung einiger Verbraucherschützer: Ja. Sie wittern darin einen riesigen Werbe-Gag. Wie Sara Stalder, Leiterin der Stiftung für Konsumentenschutz, gegenüber "Blick" sagt, hat sie "eine solch aufgebauschte, großflächige Rückrufaktion" in ihrer "achtjährigen Tätigkeit als Konsumentenschützerin noch nie erfahren". Sie vermutet, der Rückruf ist nicht nötig gewesen und sie glaubt an eine gut durchorchestrierte Werbe-Aktion.

Verbraucherschützer kritisieren unverhältnismäßigen Rückruf

Denn Mars beweist mit dem Mega-Rückruf vor allem eines: Die Produktsicherheit und damit der Kunde, liegen dem Unternehmen ganz besonders am Herzen. Da ist es auch egal, ob man erstmal einen großen Umsatzverlust macht. Mars sagt zum Vorwurf der Verbraucherschützer nur, dass bei ihnen Qualität und Lebensmittelsicherheit an erster Stelle stehen. Die Frage nach der Verhältnismäßigkeit der Rückruf-Aktion wollte der Schoki-Gigant nicht beantworten.

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gea/bua/news.de

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