Ampeln, Alkohol und Ablenkungen: Diese Bußgelder drohen Radfahrern zum Start in die Fahrrad-Saison

Welche Strafen drohen, wenn ich ohne Licht mit dem Rad unterwegs bin? Darf ich beim Fahren telefonieren? Die Antworten auf diese und weitere Fragen rund um das Thema "Bußgelder für Fahrradfahrer" geben wir Ihnen hier.

Auch Fahrradfahrern drohen bei Kontrollen empfindliche Bußgelder. Bild: Friso Gentsch / dpa

Der Frühling steht vor der Tür! Zeit, den alten Drahtesel aus dem Keller zu holen und wieder mehr mit dem Fahrrad zu fahren. Aber welche Regeln gelten eigentlich für Radler im Straßenverkehr? Und welche Strafe droht bei Verstößen? Wir zeigen Ihnen in diesem "Rad"-geber, worauf Sie achten sollten. Außerdem verraten wir, mit welchen Bußgeldern Sie rechnen müssen, wenn Sie sich doch mal einen Fehltritt erlauben. Das Wichtigste zuerst: Bei Bußgeldern über 60 Euro werden zusätzlich noch 28,50 Euro für Gebühren und Zustellungskosten fällig. Außerdem droht ab diesem Betrag ein Punkt in Flensburg.

Diese Bußgelder drohen Fahrradfahrern

Bloß nicht ablenken lassen

Wie im Auto so gilt auch auf dem Rad: Nur wer aufmerksam ist, bleibt unfallfrei. Deshalb schreibt die StVO vor, dass sich Fahrradfahrer nicht ablenken lassen dürfen. Generell ist es erlaubt, beim Fahren Musik zu hören – sogar mit Kopfhörern. Allerdings kommt es auf die richtige Lautstärke an: Wenn das Gehör durch ein technisches Gerät (wie zum Beispiel einem MP3-Player) beeinträchtigt wird, sieht der Bußgeldkatalog eine Gebühr von 10 Euro vor.

Auch das Telefon am Ohr wird sanktioniert: Wer ohne Freisprecheinrichtung auf dem Fahrrad telefoniert, muss bei einer Kontrolle 25 Euro bezahlen.

Keine Kunststücke

Doch selbst wer ohne technische Geräte unterwegs ist, kann viel falsch machen. Generell gilt: Beide Hände immer fest am Lenker, sonst sind Sie im Zweifel 5 Euro ärmer. Außerdem sieht es der Gesetzgeber nicht gern, wenn Fahrradfahrer nebeneinander unterwegs sind. Bei Behinderung Anderer oder im Falle eines Unfalls zahlen Sie bis zu 30 Euro für einen Verstoß.

Abenteuerliche Transporte sollten Sie übrigens auch unterlassen: Wenn Sie ein Kind ohne vorgeschriebene Sicherheitsvorkehrungen mitnehmen oder eine Person über sieben Jahre auf einem einsitzigen Fahrrad transportieren, nimmt Ihnen der freundliche Polizist ebenfalls 5 Euro ab.

Immer auf dem richtigen Weg

Es gibt eine einfache Faustregel, wenn Sie mit dem Fahrrad unterwegs sind: Gibt es einen Radweg, dann benutzen Sie ihn. Sonst droht Ihnen im Falle eines Unfalls ein Bußgeld von bis zu 35 Euro. Noch besser: Befahren Sie den Radweg in der richtigen Richtung und meiden Sie im Zweifel nicht freigegebene Gehwege oder Fußgängerzonen. Auch hier sieht das Gesetz bei einem Unfall bis zu 35 Euro vor. Gleiches gilt auch für Einbahnstraßen.

Generell sollten Sie aber stets auf Fußgänger achten. Wer seine Geschwindigkeit nicht anpasst, ist bei einer Kontrolle 15 Euro los. Übrigens: Fahrradfahrer müssen wie alle anderen Verkehrsteilnehmer am Zebrastreifen anhalten, wenn Fußgänger die Straße überqueren möchten. Sonst droht ein Bußgeld von 40 Euro.

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9 Kommentare
  • matze

    29.02.2016 16:46

    zum eigentlichen Thema : Ich habe 30 Jahre in der Großstadt gelebt und meine Erfahrungen mit Radfahrern sind übelst negativ.Man fährt nachts ohne Licht auf dem Fußweg gegen die Fahrtrichtung über rote Ampeln , und das trotz gut ausgebauter Radwege, ist halt kürzer.Was ich manchmal auf 100 m Fußweg erlebt habe hätte mir als Autofahrer wahrscheinlich 20 Jahre Fahrverbot eingebracht.

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  • matze

    29.02.2016 16:21

    Lieber wolfgang , es freut mich dass wir in diesem Punkt einer Meinung sind.Ausländer und Kriminelle gleichzusetzen ist zumindest unhöflich , nicht wahr?

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  • wolfgang

    28.02.2016 19:17

    Lieber matze Menschen die andere Beleidigen sind für mich nur arme Würstchen. Ich empfehle dir das Gehirn einzuschalten natürlich nur wenn vorhanden

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