World Press Photo 2015
Welt-Presse-Foto zeigt Flüchtling in verzweifelter Lage

Jährlich wird das beste Pressefoto der Welt gekürt. Bilder halten auf einzigartige Weise fest, was die Menschheit in diesem Jahr bewegt hat. Kein Wunder also, dass auf dem jetzigen Gewinnerbild ein Flüchtling bei der verzweifelten Flucht zu sehen ist.

Warren Richardsons gewinnt den Preis für das beste Pressefoto der Welt 2015. Bild: dpa

Ein Foto von einem Flüchtling mit seinem Baby am Grenzzaun von Ungarn ist das Welt-Presse-Foto des Jahres 2015. Der australische Fotograf Warren Richardson ist damit Sieger des mit 10.000 Euro dotierten renommierten Wettbewerbes World Press Photo, machte die Jury am Donnerstag in Amsterdam bekannt.

Welt Presse Foto: Verzweifelter Flüchtling reicht Baby durch Stacheldrahtzaun

Richardson machte die Aufnahme in der Nacht vom 28. August 2015 an der Grenze von Serbien zu Ungarn. Es zeigt einen Mann, der sein Kind durch den Stacheldraht reicht. Er musste nach eigenen Angaben das Foto bei Mondschein aufnehmen. "Blitzlicht konnte ich nicht benutzen, während die Polizei diese Leute suchte, sonst hätte ich sie verraten."

World Press Photo 2015: Das Bild zeigt einen Flüchtling der sein Baby durch einen Grenzzaun hält. Bild: dpa

Warren Richardsons Foto ist einfach aber kraftvoll

Die Jury des World Press Photo würdigte die starke Aussagekraft der Aufnahme. "In seiner Einfachheit, vor allem durch das Symbol des Stacheldrahtes, entfaltet es eine solche Kraft", sagte der Vorsitzende Francis Kohn.

Die Jury zeichnete 41 Fotografen aus 21 Ländern aus. Insgesamt hatten sich rund 5800 Fotografen mit etwa 83.000 Fotos um Preise in acht Kategorien beworben.

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FOTOS: World Press Photo Die besten Pressefotos der Welt

grm/kad/news.de/dpa

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2 Kommentare
  • kanitvastan

    20.02.2016 14:25

    so ist es ! unsere deutsche armut geht den politikern am arsch vorbei, deshalb holen sie sich (gedachte) "echte" armut ins land. und mit bildern von toten kindern oder säuglinge, die den eigenen eltern schutzlos ausgeliefert waren/sind, um in ein land wo milch und honig fließt zu flüchten, gehirnwäsche betreiben...sorry, geht nicht an mich.

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  • hellboy

    18.02.2016 20:56

    Laut Armuts- und Reichtumsbericht der Regierung des Schlaraffenlands Deutschland, lebten 2013 mindestens 15 Prozent der Bevölkerung in Armut oder an der Armutsgrenze. Das sind über zwölf Millionen Menschen, darunter allein 2,5 Millionen Kinder. Warum wird über diese verzweifelten Mitmenschen und ihr Elend keine Bilddokumentation zur Bewertung präsentiert. Das sind keine Wirtschaftsfüchtlinge. Das sind Menschen wie du und ich, die ein Leben lang hier malocht haben, jetzt aber zu alt, zu krank sind,um noch als "profitabel" zu gelten.Vergessen, abgeschoben, abgeschrieben, nur noch eine Sozial-Nr.

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