Universität Leipzig
Professor schockt mit islamophoben Tweets

Er verurteilt das "Gutmenschentum" und kritisiert den Islam als "kriegerisch": Mit solchen Aussagen sorgt ein Professor der Leipziger Universität für Aufsehen. Die Hochschule distanziert sich davon, ist aber dennoch machtlos.

Ein Professor der Universität Leipzig sorgt für Aufsehen (Symbolbild). Bild: kasto - Fotolia.com

Als Jura-Professor hätte er es eigentlich besser wissen müssen. Und dennoch ließ es sich der Dozent der Universität Leipzig nicht nehmen, seine Meinung über die aktuelle Flüchtlingssituation auf Twitter kundztun - mit Folgen.

Uni-Professor schimpft auf "Gutmenschen" und den Islam

"Wenn man Illegale nicht mehr ausweisen kann, ohne dass Gutmenschen sich inszenieren, ist das die Besetzung der EU durch Roma und 'Flüchtlinge'", schrieb er dort laut "Zeit". Doch damit nicht genug. Auch zum Islam hat er eine Meinung: "Es gibt keinen friedfertigen Islam. Das Grundkonzept dieser 'Religion' ist kriegerische Ausbreitung."

Dass der Universität selbst und den Studenten derlei fragwürdige Äußerungen missfallen, liegt auf der Hand. Schließlich organisiert die Uni immer, wenn Legida-Anhänger durch die Straßen Leipzigs ziehen, Gegendemonstrationen oder Poetry-Slams, an denen sich zahlreiche Studenten beteiligen.

Universität Leipzig ist machtlos

Disziplinarisch gegen die Kommentare des Professors vorgehen, kann die Institution jedoch nicht. Denn solange er sich als Privatperson öffentlich äußert, falle das unter die allgemeine Meinungsfreiheit. Der Hochschulleitung seien damit die Hände gebunden.

Erst wenn eine strafgesetzliche Grenze überschritten oder der Straftatbestand der Volksverhetzung erfüllt werde, könne dagegen vorgegangen werden. Rektorin Beate Schücking wolle aber zumindest sicherstellen, dass Diskussionen auf einem Niveau stattfinden, das eine Universität würdig sei. Für April sei daher auch eine Diskussionsveranstaltung mit jenem Professor geplant.

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zij/news.de

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