Piloten im Visier
Laserpointer zwingt Flugzeug zur Umkehr

Ein Passagierflugzeug ist kurz nach dem Start in London umgekehrt, nachdem ein Laserstrahl das Cockpit ins Visier genommen hatte. Hier lesen Sie alles über die genauen Umstände.

Ein Passagierflugzeug von Virgin Atlantic musste nach einem Laser-Pointer-Angriff notlanden (Symbolbild). Bild: Tracey Nearmy / dpa

Die Maschine mit dem Ziel New York sei als Vorsichtsmaßnahme kurz darauf in London Heathrow wieder gelandet, sagte ein Sprecher der Linie Virgin Atlantic am Sonntagabend. Die 252 Passagiere verbrachten die Nacht in Hotels. Momentan untersuche die Polizei, wer den Laserstrahl auf die startende Maschine gerichtet habe, berichtete die Nachrichtenagentur PA.

Laserpointer stört Flugverkehr

"Die Sicherheit unserer Crew und unserer Kunden hat höchste Priorität", begründete ein Virgin-Sprecher die Entscheidung zur Umkehr. Der britische Sender BBC veröffentlichte eine Audioaufnahme aus dem Cockpit, in der berichtet wurde, ein Co-Pilot habe sich nach dem Zwischenfall unwohl gefühlt, da er den Laser-Strahl direkt ins Auge bekommen haben soll.

Luftfahrtexperten verurteilen den Zwischenfall

Die britische Pilotenvereinigung British Airline Pilots Association (Balpa) verurteilte den Vorfall gegenüber der BBC scharf. So genannte Laserpointer könnten zu kurzfristiger Blindheit führen. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Attacken auf Passagierflugzeuge forderte Balpa-Generalsekretär Jim McAuslan von der Politik, Laser als Angriffswaffen einzustufen und die Täter zur Rechenschaft zu ziehen. Auch die Pilotenvereinigung Cockpit forderte bereits 2009 härtere Strafen für Laser-Attacken.

Laser-Angriffe auf Flugzeuge nehmen zu

Im Vereinigten Königreich häufen sich in den letzten Jahren die Angriffe mit Laserpointern. Laut einer Studie der britischen Luftfahrtsbehörde Civil Aviation Authority wurden zwischen 2009 und 2015 fast 9.000 Fälle berichtet. Im Jahr 2014 häuften sich die Übergriffe besonders am Flughafen Heathrow, dem Startpunkt des Fluges. Werden die Täter erwischt, droht ihnen meist eine Haftstrafe.

Schwere Flugzeugunglücke der vergangenen Jahre
Abstürze mit mehr als 100 Todesopfern
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jat/sam/news.de/dpa

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